| Too Late |
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| Geschrieben von: Hansii | |||
| Donnerstag, den 05. Mai 2005 um 01:00 Uhr | |||
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***Isi*** "Ey, jetzt komm endlich!" "Ja man, bin auf'm Weg." Ich verdrehe die Augen, schnappe mir schnell noch mein Handy und will die Treppe herunter rennen. Doch ich nehme zwei Stufen auf einmal, komme aus dem Gleichgewicht und fliege den Rest der Treppe hinunter. Die Tür wird aufgerissen. "Na endlich!" Ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen, dreht sich meine Freundin wieder um und geht. Nachdem ich mich vollständig untersucht und festgestellt habe, dass mir nichts passiert ist, rappel ich mich auf und gehe zur Tür. Schlüpfe noch schnell in meine Nike-Air, reiße die Jacke vom Haken und hetzte hinter meiner Freundin her. Die wartet schon ungeduldig am Auto. Ich denke nur: "Wie kann man wegen eines The Rasmus Konzertes so Stress schieben?" Ich lasse mich neben ihr auf den Beifahrersitz fallen. Es kracht. Man muss dazu sagen: Ihr Auto ist nicht mehr das Neuste. Ein alter Opel in beige. Schon alleine die Farbe ist so abschreckend. Und jetzt liege ich im Auto, weil die Lehne weggebrochen ist. Meine Freundin starrt mich an. Mir schießt das Blut ins Gesicht, denn ich weiß schon was jetzt kommt. "Sag mal, hast du 'nen Schatten, du kannst dich da doch nicht so reinschmeißen. Du weißt doch, dass das Auto nicht mehr das Neuste ist und..." Von unten herauf unterbreche ich sie: "Jetzt mach mal halblang, ich bezahl's ja, aber jetzt müssen wir uns erstmal darum kümmern, wie wir zum Konzert kommen. Oder willst du zu spät kommen?" Sie wirft mir nochmal einen bösen Blick zu und dreht den Zündschlüssel um. Doch bei der Schrottkarre tut sich rein gar nichts. "Verdammt, auch das noch..." Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Meine Freundin hat es zum Glück nicht gesehen. Sie sagt nur genervt: "Alle man aussteigen, wir müssen Zug fahren." Nun ist mir das Grinsen vergangen. Zum Zug ist es voll weit und ich habe nicht wahnsinnig Lust zu laufen. Will jetzt schon nicht mehr auf dieses dämliche Konzert. Vor allen Dingen, weil ich dich dann wiedersehe. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als Schluss mit uns war und du total geheult hast. Das war vor knapp zwei Wochen. ~~Flashback~~ Ich lag neben dir im Bett, wir waren grad wach geworden. Wollten aber noch ein bisschen liegen bleiben. Doch plötzlich standest du auf. Fragend sah ich dich an. "Ich muss noch weg", deine knappe Erklärung und schon fiel die Tür ins Schloss. Nun saß ich da und wusste nicht was ich machen sollte Irgendwann stand ich dann auf um mir Brötchen zu holen. Ich zog meine Jacke an und ging raus. Und da sah ich dich. Doch nicht nur dich, irgendso 'ne Blondine saß bei dir auf dem Schoss und fand es scheinbar sehr toll dich mit Küssen zu überhäufen. Ich glaubte ich guck nicht Recht. Ich drehte mich um und rannte weg. Zwei Stunden lag ich auf dem Bett und hab geheult. Dann packte ich meine ganzen Sachen, ich wohnte ja bei dir, und ging. Ich flüchtete zu meiner Freundin, die leider ein absoluter The Rasmus Fan war, und immer noch ist. Sie nahm mich in ihrer recht großen Wohnung auf. Abends bekam ich einen Anruf. Auf meinem Display stand "Lauri". Erst wollte ich nicht dran gehen, aber meine Freundin sagte es sei besser. Also ging ich ran. Du sagtest, es täte dir Leid, du wüsstest, dass ich es weiß und du würdest es bereuen. Ich sagte, es wäre zu spät. Da fingst du an zu weinen. Es war so schrecklich, dass ich nicht anders konnte und auflegte. ~~Flashback ends~~ "Hallo, lebst du noch?" Ich werde aus den Gedanken gerissen. "Hm, was?" "Der Zug fährt bestimmt bald, wir müssen los!" "Ja, komme..." Lustlos schlurfe ich hinter meiner Freundin her zum Bahnhof. Nach einer ¾ Stunde sind wir da und haben sogar Glück: Schon zehn Minuten später fährt ein passender Zug. Die Zugfahrt verläuft ziemlich langweilig. Sitze die ganze Zeit nur da und starre aus dem Fenster. Meine Gedanken schweifen zurück zu dem Tag, an dem ich mit dir zusammen kam... ~~Flashback~~ Ich kannte die Band The Rasmus erst seit kurzem und ich kannte Aki, Pauli, Eero und dich noch nicht so gut, dass ich euch vom Aussehen unterscheiden oder erkennen könnte. Deswegen erkannte ich dich auch nicht, als ich dich in einem Kaufhaus sah. Ich sah dich beim Männer Parfum herum stehen. Du hattest gerade eine blaue Flasche in der Hand, von der ich wusste, dass es richtig gut riecht. Um mit dir ins Gespräch zu kommen, ging ich zu dir und fragte, ob du nicht zufällig wüsstest, wo das Damen Parfum zu finden ist. Weil ich so nervös war, da ich dich ziemlich gut aussehend fand, hatte ich die ganze Zeit mit einer Waschmaschinen-Gebrauchsanweisung gespielt (was ziemlich auffällig war) die ich kurz zuvor in meiner Jackentasche gefunden hatte. Erst gucktest du mich ein wenig verwirrt an, doch dann sagtest du, dass du hier zwar nicht arbeitest, aber glaubst, dass das Männer und Frauen Parfum hier zusammen steht. Ich drehte den Kopf zur Seite und da fiel mir auch schon das Schild: "Männer und Damen Parfum HIER!" auf. Verdammt. Ich wurde knallrot. Dein Blick fiel auf die Gebrauchsanweisung in meiner Hand, du lächeltest und fragtest, ob ich vielleicht ein Autogramm haben wolle. Ich starrte dich an und erst da erkannte ich dich. Ich fing an zu stottern und bekam keinen vernünftigen Satz mehr zu Stande. Um die ganze Situation aufzulockern sagtest du, dass mir das nicht peinlich sein müsse, dass er es ganz gut fändest mal nicht als "der Lauri von The Rasmus" angesprochen zu werden und dass du gerne ganz normal mit mir weiterreden würdest. Ich lächelte schüchtern. Da fragtest du, ob ich nicht mit dir ein Eis essen wolle. Ich stimmte sofort zu, sagte dann aber erst noch, dass das Parfum, was du immer noch in deinen Händen hieltest, total gut wäre. Das überzeugte dich und du kauftest es kurz entschlossen. Danach gingen wir Eis essen. Du ludst mich ein. Wir verstanden uns super, auch wenn ich immer noch total nervös war. Wir tauschten Adressen und Telefonnummern aus und du sagtest du würdest dich mal melden. Zum Abschied umarmtest du mich und ich spürte ein angenehmes Kribbeln im Bauch, sowie auf dem Rücken, als ich merkte wie deine Hände mir sanft darüber strichen. Es war eine Woche vergangen und du hattest dich nicht bei mir gemeldet. Damit hatte ich aber eher gesagt auch nicht gerechnet. Ich meine, du bist berühmt, könntest jede kriegen, die du willst.. Und trotzdem fühlte ich mich zu dir hingezogen. So ein kurzer Moment, als du mich umarmtest, doch so ausschlaggebend. Noch in meinen Gedanken hörte ich ein Klingeln. Ich brauchte einige Zeit bis ich begriff, dass es das Telefon war. Ich nahm ab. "Ja?" "Hei, ich bin's Lauri. Hey, sorry, dass ich mich so lang nicht gemeldet hatte. Ich hatte so viel um die Ohren und hab's nicht früher geschafft..." "Na Mensch, dass macht doch nichts, ehrlich gesagt hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass du dich noch meldest." "Hey, wenn ich was sage, dann halte ich das auch... Wollte aber eigentlich nur fragen, ob ich vorbei kommen kann!" Yeah nobody's at home!!! "Ja klar gerne, bin auch grad alleine. Muss nur noch kurz duschen." "OK, bis dann! Ich freu mich." "Ich mich auch." Ich wartete noch auf das Zeichen, dass du aufgelegt hattest und legte dann auch auf. Glücklich schlurfte ich ins Bad. Das Wasser unter der Dusche war so angenehm. Ich duschte abwechselnd kalt und warm, sodass mir angenehme Schauer über den Rücken liefen Ich war gerade fertig geworden mit dem Duschen und hatte mir ein schönes, großes Handtuch umgewickelt, da klingelte es an der Tür. Ich wohnte zwar noch bei meiner Mum, aber wie gesagt ich war im Moment alleine, also blieb mir nichts anderes übrig, als nur mit dem Handtuch bekleidet zur Tür zu gehen. Vorsichtig öffnete ich die Tür. Und da standest du vor mir: Ganz in schwarz mit deiner Mütze weit ins Gesicht gezogen, aber nicht geschminkt. Deine Augen strahlten so grün, ich hätte fast mein Handtuch losgelassen. Du sahst so umwerfend aus. Ich scheinbar auch, denn du starrtest mich an wie ein Sonstewas. "Komm rein, ich muss mir nur kurz noch was anziehen..." "Was denn bleib doch so!" Du grinstest versaut, doch man hörte die Ironie in deiner Stimme. Ich grinste zurück und verschwand im Bad. Ich spürte den Blick, deinen Blick, auf mir und drehte mich nochmal kurz um. Du hattest es dir auf unserem schwarzen Sofa bequem gemacht und als du sahst, dass ich mich umdrehte, lächeltest du mich an. Ich beeilte mich so schnell wie möglich fertig zu sein. Wollte dich nicht zu lange warten lassen. Ich zog meine neue dunkelblaue Jeans und mein schwarzes Lieblings-T-Shirt an. Ich schminkte mich noch schnell und band mir irgendwie meine Haare hoch, damit sie nicht so ins Gesicht baumelten. Doch die ersten Strähnen fielen sofort wieder raus. Ach ja ich hatte ja seit kurzem einen Sfufenschnitt. Meine Freundin bewunderte mich immer wegen meiner Haare, weil sie so schön lang waren und jetzt immer noch sind. Nachdem ich noch schnell einen Blick in den Spiegel geworfen hatte, ging ich ins Wohnzimmer. Du saßest immer noch wie vorher, bevor ich ins Bad gegangen war. Doch diesmal hattest du die Augen geschlossen. Als du mich kommen hörtest, öffnetest du die Augen. Ich lächelte dich an und ließ mich neben dir auf's Sofa fallen. Du kamst mir schon so vertraut vor, dabei hatte ich dich erst einmal vorher getroffen. Du hattest die Arme hinter dich auf die Lehne gelegt. Als ich dann neben dir saß, ließt du deinen einen Arm herunter auf meine Schulter rutschen. Das zweite Treffen und ich bin so verschossen, dass kam noch nie bei mir vor. Ich schaute zu dir. Du blicktest mir direkt in die Augen und sagtest, dass ich wunderschöne Augen hätte. In irgendeiner Zeitung hatte ich mal gelesen "Was Jungen denken und was sie wirklich meinen" und da stand: "Du hast wunderschöne Augen! - Ich will dich küssen" Wie auch immer ich dazu kam, ich flüsterte: "Du auch!" und beugte mich ein Stück vor. Wir kamen uns immer näher und die Zeit schien still zustehen. Uns trennten nur noch Millimeter, als ich sah wie du lächeltest. Dann schob dein Arm, der immer noch auf meiner Schulter ruhte, mich ein Stück nach vorne und ich spürte deine Lippen auf meinen. Sie waren so weich und ich war so glücklich. Da spürte ich wie deine Zunge leicht über meine Lippe strich. Ich öffnete sofort meinen Mund und deine Zunge fing auch gleich ein sanftes Spiel mit meiner an. Doch plötzlich löstest du dich von mir. Du sahst mich an und sagtest, na ja es war mehr ein Flüstern: "Ich glaub, ich liebe dich!" "Ich dich auch!", sagte ich ohne zu zögern. "Und wegen meines Erfolges musst du dir keine Sorgen machen, ich hab zwar wenig Zeit, aber ich bin treu!" Ich lächelte nur und zog dich wieder zu mir. Deine Hand schob sich sofort unter mein T-Shirt und fing an sanft meinen Rücken zu streicheln, wie du es auch schon bei unserem ersten Treffen gemacht hast. Nur das da noch ein T-Shirt, ein Pullover und eine Jacke dazwischen waren. Ich drückte dich langsam nach hinten und du ließt dich sachte auf das Sofa nieder. Dann beugte ich mich über dich und... ~~Flashback ends~~ "Wir sind da!" Schon wieder war ich durch meine Gedanken so abwesend, dass ich wieder gar nichts mitbekommen habe. Langsam öffne ich die Augen, die ich, so in Gedanken versunken, scheinbar geschlossen hatte. Ich muss blinzeln. Ist ganz schön hell hier im Zug. Meine Freundin guckt mich erwartungsvoll an. "Na, was war so schön, dass du eben die ganze Zeit gelächelt hast?" "Ach, ich hab nur wieder nur an meinen ersten Kuss mit Lauri gedacht." "Du liebst ihn immer noch, warum sagst du ihm das nicht einfach heute?" "Ich kann nicht,... ich meine... er ist doch Schuld!" "Ja schon, aber er hat sich entschuldigt und gesagt er bereut es..." "Na ja, mal sehen!" Wir stehen auf, denn der Zug hat gehalten und wir müssen aussteigen. Und jetzt befinden wir beide uns auf diesem Bahnhof. So 'nen Bahnhof von einer Großstadt. Überall wimmelt es von Leuten und ich sehe meiner Freundin an, dass sie scheinbar auch keine Ahnung hat, wie wir jetzt zur Konzerthalle kommen sollen. Also bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als zu fragen. Da mir so was immer total peinlich ist, überlasse ich das meiner Freundin. Nachdem wir uns durchgefragt hatten, schreit meine Freundin plötzlich: "Ich sehe die Halle, yeah, wir sind da!" Ich verdrehe die Augen, doch eigentlich freue ich mich innerlich auch. So nen bisschen zumindest. Wir haben Glück. Dadurch, dass meine Freundin schon so extrem früh los wollte, ist es immer noch sehr leer vor der Halle. Es stehen höchstens zehn Leute davor. Ich vertiefe mich sofort mich meiner Freundin ins Gespräch, sodass ich erst zu spät merke, wie du aus der einen Tür guckst. ***Lauri*** Als ich den Kopf zur Tür rausstrecke, denke ich, ich traue meinen Augen nicht. Du bist da, als eine der Ersten. Ich schließe die Tür wieder und renne zu den anderen. "Aki, Eero, Pauli! Sie ist da! Sie ist da!" Eero legt mir beruhigend die Hand auf meine Schulter. "Hey, jetzt komm mal runter. Wer ist da?" "Na wer wohl...?" "Achso, deine Ex! Bist du immer noch nicht drüber weg?" "...Nein... Ich...ich...liebe sie immer noch. Wir müssen die Setlist ändern. Bitte! Lass uns Liquid spielen, es war immer ihr Lieblingslied." "Wir können doch nicht jetzt noch die Setlist ändern. Dann müssen wir uns alle umgewöhnen. Wir spielen Liquid schon lange nicht mehr bei Konzerten." Doch als Eero meinen flehenden Blick sieht, sagt er: "Okay, wann soll's gespielt werden?" "Mehr so am Ende. Danke du bist ein Schatz!" Ich lächle leicht, knuff ihn in die Seite und umarme ihn anschließend. Er wird leicht rot. Warum? ***Eero*** Als du mich so angeguckt hast, konnte ich nicht anders, als die Setlist ändern. Und als du dann noch zu mir kamst und mich umarmt hast...Ich glaube, ich bin rot geworden, denn du hast etwas verunsichert geguckt. Jetzt bist du rausgegangen, du bist völlig nervös. Schade! Ich dachte du wärest drüber weg. Du weißt nicht, was ich für dich fühle. Und trotzdem macht es mich traurig, dass du sie liebst. Dabei hatte ich mich schon abgefunden, dass meine Gefühle von dir mir erwidert werde würden. Traurig gehe ich zu den anderen, um ihnen mitzuteilen, dass wir Liquid in die Setlist einbauen müssen. Aki und Pauli sind erst gar nicht begeistert, aber als ich ihnen den Grund sage, sind sie sofort begeistert. Alle freuen sich für dich. Und ich... ich weiß nicht so recht, ob ich mich freuen soll. In einer halben Stunde soll Einlass sein und ich habe Angst, wie das Konzert verlaufen soll. Ich glaube du machst dir zu große Hoffnungen, dass sie dir verzeiht. Ich habe sie ja auch kennen gelernt, als du mit ihr zusammen warst. Wir waren auch gut befreundet, aber als sie dann Schluss gemacht hat, ist der Kontakt abgebrochen. Leider. War so als ne Freundin ganz nett. Ich glaube, sie ist nur ihrer Freundin zu liebe hier, aber das kann ich dir ja schlecht sagen. ***Isi*** Gleich ist Einlass und ich werde schon immer nervöser. Warum eigentlich? Hab mich schon so ein bisschen abgekapselt. Meine Freundin hat mir zu viel geredet. Außerdem hat sie scheinbar wen recht Nettes kennen gelernt. Auf einmal kreischt um mich rum alles los. Wow, was geht denn jetzt ab? Oh, es ist Einlass. Jetzt nur schön drängeln, ich stehe ja ganz vorne und habe nicht so das Problem schnell und gut reinzukommen. Alles schiebt und drückt von hinten. Mann! Können die keine Rücksicht aufeinander nehmen? Bin schon als vierte oder so drin. Renne sofort nach vorne zur Bühne und stehe dann ungefähr Mitte. Meine Freundin kommt etwas später, aber da es noch nicht so viele Leute im Raum waren, habe ich mich schön breit gemacht. Und jetzt steht sie neben mir. Kreischt sofort los. Gott, was für'n Groupie!!! Gehöre nicht zu ihr... Nach einer knappen halben Stunde fängt dann die Vorband an. Ist auch schon ne ganz gute Stimmung, ich gehe aber nicht wirklich ab, hab im Moment echt kein Bock auf irgend so ne Anfängergruppe... Endlich sind die Kerle dann fertig. Gleich geht's los und ich sehe dich nach zwei Wochen mal wieder. Schade, dass der Kontakt zu den anderen der Band auch abgebrochen ist, als ich Schluss gemacht habe. Eero war eigentlich recht nett... n bisschen ruhig aber sonst, kam bestimmt von seinem ständigen Yoga. Der Kerl, der Eeros Bass stimmt, steht schon vorne. Jetzt muss es aber bald mal losgehen, bin schon vollkommen hibbelig... Endlich fängt die Intro von Guilty an. Der Vorhang in der Mitte der Bühne fällt runter. Und da steht ihr: Alle außer Eero mal wieder in schwarz. Du hast ein Mütze auf, die gleiche wie bei unserm zweiten Treffen. Warum? In der Mütze stecken zwei Krähenfedern. Was du an denen findest, weiß ich nicht. Aber eigentlich sieht's ja ganz gut aus. Aki hat wieder, wie so oft, ein schwarzes ärmelloses Shirt und eine ¾ -lange Hose an(auch in schwarz). Pauli auch ganz in schwarz, aber eine lange Hose. Eine Mütze hat er natürlich auch auf, dabei mag ich seine Haare so gerne... Ja, und der Eero hat ein beiges T-Shirt und eine khakifarbene Hose an, in der Länge wie Akis. Ums kurz zufassen: Ihr seht alle blendend und süß aus. Schon bei Guilty gehen alle voll ab. Ich auch! Ich merke, wie dein Blick oft auf mich fällt. Oder bilde ich mir das ein? Nach dem dritten oder vierten Lied, wobei auch Bullet war und ich an einen eurer früheren Auftritte denken muss, wo du dich voll auf's Maul gepackt hast, kriege ich Durst und frage einen Security-Mann bzw. ich brülle, ob ich mal kurz was zu Trinken haben kann. So nett wie die sind gibt mir einer natürlich was. Nette Kerle da. Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Durst habe ich keinen mehr, als das nächste Lied anfängt: Liquid!!! ***Lauri*** Verdammt, jetzt bloß keinen Fehler machen. Ich sehe dich an. Du siehst verträumt aus, magst das Lied also immer noch. Das ist schon mal ein guter Anfang. Weiß nicht so recht, wie ich das jetzt sagen soll. Werfe einen hilflosen Blick zu Eero, doch der guckt total ernst. Er ist schon die ganze Zeit so drauf, seit ich das mit Liquid gesagt habe. Was hat er denn? Freut er sich nicht für mich, dass sie da ist? Vielleicht sagt sein Blick aber auch aus: "Da musst du jetzt selber durch!" Okay! Also Augen zu und durch... Mit zitternder Stimme bitte ich dich auf die Bühne. Du starrst mich entsetzt an, doch ich kann auch einen Anflug von einem leichten Lächeln erkennen. Glaube ich... Langsam wendest du deinen Blick auf einen Security-Menschen, der dich auf mein Zeichen dann vorsichtig über die Absperrung hebt. Die Musik geht weiter und ich singe leise ins Mikro. Als du endlich bei mir bist, was mir wie eine Ewigkeit vorkam, merke ich, dass ich größer bin als du. Das kann ja irgendwie nicht sein. Ich schaue an mir hinunter. Ach ja, ich habe meine hohen Schuhe an. Das hatte ich vergessen. So'n Mist, die mochtest du immer nicht, daran hatte ich nicht gedacht. Doch jetzt ist wichtiger, dass du vor mir stehst. Du hast immer noch diese wunderschönen braunen Augen, in die ich mich als erstes verliebt hatte. Ich nehme dich an der Hand und höre ein Kreischen aus dem Publikum. Das kann nur deine Freundin sein. Soll ich mich entschuldigen? Mein Blick bleibt an deinen Lippen hängen... Wie gerne würde ich dich jetzt küssen! Ich weiß nicht wie es so weit kommen konnte, aber ich beuge mich vor und küsse dich. Deine weichen Lippen... Oh man, ich liebe dich. Ich merke wie du den Kuss erwiderst, doch plötzlich schubst du mich weg und rennst von der Bühne. Nein!!! Bitte nicht! Ich will rufen, aber ich kriege kein Wort heraus. Was habe ich nur getan? Ich bin den Tränen nahe. Ich will hinter dir her. Doch als ich Akis Blick sehe, halte ich mich zurück und singe notgedrungenerweise weiter. Der Rest des Konzertes ist der reinste Horror. Wenn ich Eero manchmal so angucke, habe ich das Gefühl, er hat geahnt, dass mein Versuch fehlschlägt. Ich dachte immer ich kenne Eero gut, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich weiß gar nichts über ihn. Als das Konzert zu Ende ist, gehe ich ohne mich von den Fans zu verabschieden, von der Bühne und verkrieche mich sofort in die hinterste Ecke des Raumes. Ein paar Minuten später kommt Eero rein. Ich merke, wie er mir vorsichtig die Hand auf die Schulter legt. Sie zittert. Ich gucke ihn an und frage, warum er denn in letzter Zeit so komisch war. Er weicht meinem Blick aus und sagt leise: "Du hast jetzt deine eigenen Probleme." Ich gucke ihn so böse wie möglich an, wird aber mehr ein mitleidiger Blick. "Ach quatsch! Jetzt sag schon. Ich bin doch dein bester Freund, du kannst mir echt alles erzählen. Plötzlich steht Eero auf: "Tut mir Leid, ich kann mit dir da nicht drüber reden." Er dreht sich um und will gehen. "Warte!" Langsam wendet er sich wieder um und schaut mich traurig an. Ich sehe Tränen in seinen Augen. Hab ich eben etwas Falsches gesagt? Was sind seine Probleme? Wenn er doch reden würde... "Hey, komm mal her!" Zögernd setzt Eero sich neben mich. Ich nehme ihn in den Arm. Da fängt er auf einmal völlig an zu weinen. Ich vergesse dich für kurze Zeit und widme meine volle Aufmerksamkeit meinem besten Freund. "Na na, was ist denn?" Ich streiche ihm beruhigend über den Rücken, doch dass bringt ihn noch mehr zum Weinen. Nach circa 10 Minuten, hat er sich wieder so halbwegs beruhigt und ich sage: "Es ist okay, wenn du mit mir nicht drüber reden willst, aber du solltest wissen, dass ich immer für dich da bin und dass du jederzeit zu mir kommen kannst." Leichtes, vorsichtiges Nicken von Eero. Was hat er bloß? Ich würde ihm so gerne helfen. Warum hat er mich gefragt, ob ich immer noch an dir hänge? Schwang da ein Ton von Hoffnung mit? Oh man, was bilde ich mir eigentlich schon wieder ein... Ich streichle ihm noch mal kurz aufmunternd über's Bein und stehe dann auf. "Ich gehe duschen... Wo sind eigentlich Aki und Pauli?" Er zuckt mit den Schulter. "Na denn, bis gleich..." Doch er hat seinen Kopf schon auf seine Knie sinken lassen. Vielleicht redet er ja doch mit mir. Wir haben ja ein Hotelzimmer zusammen. Eigentlich war ich sonst immer mit Aki in einem Zimmer, aber Aki und Pauli hatten irgendeine verplante Idee und wollten diesmal zusammen in ein Zimmer. Ich war einverstanden und als wir ihn gefragt haben, hat er nur gesagt, ja, es wäre okay, hat sich dann umgedreht und ist gegangen. Warum weiß ich immer noch nicht. Und jetzt steh ich unter der Dusche und denke über meinen besten Freund nach. Ich glaub ich weiß echt nichts über ihn. Schade eigentlich. Ich mag Eero echt gerne und wüsste gerne mehr über ihn. Ich glaub, dass werd ich ihm dann mal im Zimmer sagen. Ich glaub ich steh schon ganz schön lange unter der Dusche, müsste vielleicht mal aufhören. Die anderen wollen ja auch noch duschen. Aber ich glaube, Aki und Pauli haben schon geduscht und wollen entweder ihre verplante Idee weiter planen oder sie sind schon Party machen gefahren. Ich trockne mich ab und wickle mir das Handtuch nur leicht um die Hüften, schlüpfe dann aus den Duschen, in den Raum, wo Eero immer noch so sitzt wie vorher. Dann schaut er hoch und blickt, als er mich da so im Handtuch sieht, sofort wieder auf den Boden. Ich lache... "Hey, was ist los? Du hast mich schon so oft nur im Handtuch gesehen, da musst du doch jetzt nicht rot werden!" Er murmelt irgendwas und tut es mir dann gleich und geht duschen. ***Eero*** Es war ja schon peinlich genug, das ich dir dein T-Shirt gerade total vollgeheult habe, aber musstest du jetzt auch noch im Handtuch aus der Dusche kommen, oder eher gesagt, kann ich auch einmal nicht rot werden? Alles was ich auch tue, es weißt total deutlich auf meine Gefühle hin. Und ich kann nicht mal was dagegen tun. Ich bin nun mal so, dass man mir sofort ansieht, wenn irgendwas ist. Nachdem ich geduscht habe, will ich zum Hotelzimmer. Du saßt die ganze Zeit auf dem Sofa. Du bist jetzt auch angezogen. Eigentlich schade, aber auch gut. Du hast ein T-Shirt an, was ich dir mal zum Geburtstag geschenkt habe. Es ist dein Lieblings-T-Shirt. Das freut mich. Als ich, im Gegensatz zu dir, angezogen aus der Dusche komme, springst du sofort auf. "Ich komme mit! Du gehst doch jetzt auch auf's Zimmer, oder?" Ich nicke. Wie immer, wenn du mit mir redest, kriege ich kein Wort raus. Quäle mich dann aber doch ab und frage: "Gehst heute gar nicht auf 'ne Party?" Das wäre was besonderes. Sonst säufst du dich nach jedem Konzert immer total dicht. Ich trinke ja sowieso keinen Alkohol. Find ich auch besser so. Es geht auch ohne, auch wenn ich das früher nie gedacht hätte. Jetzt schüttelst du den Kopf. "Nee, keine Lust heute. Ich leiste dir ein wenig Gesellschaft, okay? Oder musst du noch meditieren?" Es ist kein Spott in deiner Stimme, du meinst es ernst. Pauli und Aki machen sich sonst manchmal darüber lustig, aber dass hast du eigentlich noch nie gemacht. "Nein, dass habe ich schon heute morgen gemacht. Danke, dass du bleibst." "Das ist doch kein Ding, ich meine, warum sollte ich nicht bleiben, wir haben doch schließlich ein Zimmer zusammen. Wir können uns ja vielleicht nen Film angucken. Was hältst du davon?" "Kommt drauf an welchen..." "Vielleicht ,Die Vögel'?" Ich muss grinsen. Mein erstes Grinsen heute. Ich sage lachend: "Och nö, wollen wir nicht lieber ,Die Vögel' gucken? Nein warte! Ich hab die Idee, wir gucken ,Die Vögel'." Du streckst mir die Zunge raus. "Menno, wenn das nun mal mein Lieblingsfilm ist..." "Was denn ich hab doch gar nichts gesagt!" Wir sind im Hotelzimmer angekommen und ich hab mich auf's Bett fallen lassen. Du blitzt mich an und schmeißt dich auf mich. Dann kitzelst du mich durch. Du bist der einzige, der weiß, das ich kitzelig bin Das nutzt du jetzt schadenfroh aus, und da du mich mit einer Hand festhältst, kann ich mich nicht mal wehren. Du wuschelst mir durch die Haare, ich wette nach der Aktion sehe ich aus wie'n Wischmopp. Doch langsam wird mir das ganze hier zu peinlich, vor allen Dingen, bist du mir so nah. Das fällt mir jetzt erst auf. Nach meinem zig tausendsten Versuch mich loszureißen, gelingt es mir endlich und ich flüchte hinter die Bar im Raum. Doch du hast scheinbar immer noch nicht genug und hechtest hinter mir her. ***Isi*** Mannomann... Das war ja wieder was. Ich könnte mich umbringen. Warum, verdammt nochmal, habe ich dich weggeschubst? Eigentlich hatte ich es mir doch so gewünscht. Nachdem ich aus der Halle gelaufen war, wusste ich erstmal gar nicht, was ich machen sollte. Deswegen setzt ich mich auf eine Bank und habe gewartet bis das Konzert zu Ende war und die ersten Leute aus der Halle kamen. Die meisten diskutierten darüber, wer ich den bloß gewesen sei und warum ich ihn weggeschubst habe. Die haben ja alle keine Ahnung. Da sah ich meine Freundin, die gerade nach draußen kam. Sie wirkte ein wenig geschockt. Ich lief zu ihr hin und sie packte mich nur wortlos am Arm und zog mich in Richtung Bahnhof. Am Bahnhof angekommen, motzte sie mich voll an, als ob ich SIE und dich auseinander gerissen hätte. Mit der Zeit beruhigte sie sich aber wieder und jetzt sitzen wir im Zug und reden kaum miteinander. Uns ist scheinbar beiden gerade nicht nach reden, doch plötzlich fragt sie: "Du liebst ihn doch noch, oder? Man sieht dir das schon den ganzen Tag an, warst erst total nervös, dann bist du total abgegangen beim Konzert und bei der Zugfahrt, hattest du auch die ganze Zeit an ihn gedacht. Warum um alles in der Welt, hast du ihn dann weggeschubst?" Ich bin etwas verdattert, aber sie hat ja recht, ich liebe dich, aber irgendwie... "Ich fühlte mich so überrumpelt, damit hatte ich voll nicht gerechnet." "Aha!" Mehr sagt sie dazu nicht und schon wenige Minuten später ist sie eingeschlafen. Ich kann nicht schlafen, mir schwirren so viele Fragen durch den Kopf da ist gar nicht ans Schlafen zu denken, dabei bin ich eigentlich so müde. Die Zugfahrt kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit, als wir dann endlich da sind, muss ich meine Freundin erstmal wecken, die ist völlig verstört, als sie bemerkt, dass sie geschlafen hat. Mit Mühe nicht im Gehen einzuschlafen, schleppen wir beide uns nach Hause. Zu Hause bei meiner Freundin angekommen, zählt nur noch eins: Das Bett!!! Was du wohl gerade machst? ***Eero*** Du gibst wohl nie auf. Ich bin schon halb tot, weil du mich die ganze Zeit kitzelst, aber du denkst gar nicht dran aufzuhören. Für kurze Zeit kann ich sogar meine Gefühle für dich vergessen, und hab einfach nur Spass. Irgendwann kann ich dann aber wirklich nicht mehr und ich lass mich erschöpft auf's Bett fallen. Du lässt dich neben mich plumpsen und rollst dich auf die Seite, sodass du mich angucken kannst. Ich kann nicht anders und drehe mich auch auf die Seite. Wir liegen jetzt gegenüber und ich kann in deinen wunderschönen grünen Augen schauen. Ich möchte dich küssen, doch ich weiß du liebst sie und nicht mich. Was soll ich nur tun? ***Lauri*** Du liegst mir gegenüber und ich spüre eine Veränderung in mir. Eine starke Veränderung... Was hat das zu bedeuten? Ich schaue in deine grün-braunen Augen, auch wenn du immer abstreitest, dass da auch braun drin ist, ich finde schon, und verspüre den Wunsch dich zu küssen. Nein Lauri Ylönen, was bitte denkst du da? Ich meine, soll ich machen? Nein sollst du nicht! Warum? Darum! Ich meine er sieht doch so aus, als ob er kein Problem damit hätte... Sei ruhig! Das bildest du dir nur ein! Nein tu ich nicht. Ich bin völlig bei Sinnen! Lass es einfach, okay? Nein! Doch! Nein! Manchmal sind Gedanken vielleicht schlimm... Aber soll ich es jetzt machen oder nicht? ***Eero*** Oh man, ich würde dich so gerne küssen, du siehst gerade so verträumt aus... Vielleicht möchtest du es ja? Aber soll ich es jetzt machen oder nicht? ***Lauri*** Ich glaube, meine Gefühle haben sich gerade ein wenig verändert. Ein wenig sehr. Nein das kann nicht sein! Ich bin schwul? Okay...?! Dann muss ich DICH aber erstmal vergessen. Ich muss sie vergessen, denn ich glaube ich habe mich in dich, Eero verliebt! Ich muss die Stille brechen. Okay, einfach irgendeine dumme Frage stellen! "Wollen wir jetzt vielleicht ,Die Vögel' gucken?" Ah! Dümmer ging's wieder nicht!!! ***Eero*** Warum unterbrichst du denn jetzt die Stille, es war doch so schön... Na ja, machen wir doch das Beste draus! "Ja, ok meinetwegen..." Das hörte sich jetzt wahrscheinlich total begeistert an. Mist! ***Lauri*** Du hörst dich ja sehr begeistert an... Hast du vielleicht das Gleiche gedacht wie ich? "Okay!" Ich stehe auf und lasse mich auf's Sofa, gegenüber vom Fernseher, fallen. Du bewegst dich nicht vom Fleck. "Hey, was ist? Komm doch her!" Ich blicke dich flehend an und klopfe auf den Platz neben mir. ***Eero*** Tu es, tu es, los Eero trau dich. Aber soll ich mich neben dich setzten, oder... ***Lauri*** Langsam und zögernd kommst du auf mich zu. Scheinbar denkst du über irgendetwas nach. Über was? Ich würd's so gerne wissen. Bei mir angekommen, setzt du dich dann langsam neben mich, wobei deine Hand mein Bein streift. Ausversehen??? ***Eero*** ich bin so ein Feigling, verdammt nochmal!!! Merke jetzt erst wie müde ich bin. Schlafe bei dem Film bestimmt ein. Mein Kopf wird immer schwerer. Langsam klappt er zur Seite und sinkt auf deine Schulter. Von dir geht so eine angenehme Wärme aus. Doch du zuckst zurück. Schnell hebe ich meinen Kopf wieder an. ***Lauri*** Ich wollte doch gar nicht zusammen zucken, es war so angenehm mit deinem Kopf auf meiner Schulter. War es Absicht? Oder nur Reflex? Oder beides? "Bleib doch so!" Du schaust mich verwundert an, doch man sieht auch Erleichterung. Keine Sorge, du hast nichts falsch gemacht. Du machst nie etwas falsch. Dann lässt du deinen Kopf sachte auf meine Schulter zurücksinken und richtest deinen Blick auf den Fernseher. Ich gucke dich noch eine Zeit lang an und gucke dann auch auf den Fernseher. Kann mich heute aber nicht auf den Film konzentrieren. Immer wieder fällt mein Blick auf dich. Schon nach einer halben Stunde höre ich dein regelmäßiges Atmen und weiß, dass du eingeschlafen bist. Leicht streiche ich dir über deine Haare. Hoffentlich wirst du nicht wach. Ich höre wie du irgendetwas murmelst und deine eine Hand bei mir auf's Bein legst. Ich denke mal du träumst. Scheinbar ein schöner Traum. Vielleicht von mir? Ich mache den Fernseher aus. Interessiert ja sowieso niemanden mehr. Bin auch schon total müde und würde gerne ins Bett, aber ich will dich nicht wecken. Doch meine Müdigkeit siegt. Vorsichtig ticke ich dich an. Du grummelst aber bewegst dich nicht. Mist! Ich rüttel dich ein wenig... "Eero!" "Hm..." "Ich möchte ins Bett." "Hm..." Du rutschst ein Stück zur Seite und hebst den Kopf, sodass ich aufstehen kann. "Und du?" "Bleibe hier liegen..." "Kommt gar nicht in Frage. Komm du gehst jetzt auch ins Bett." Ich ziehe ein wenig an dir und schleife dich dann zum Bett, ziehe dir noch die Jeans und den Pullover aus und decke dich zu. Komme mir vor wie'n Babysitter... Du rollst dich auf die Seite und bist sofort wieder eingeschlafen. Endlich kann auch ich ins Bett. Bin echt todmüde. Kaum liege ich im Bett, bin auch ich eingeschlafen. Als ich am nächsten morgen wach werde, rieche ich den Geruch von Kaffee. Du bist also schon wach. Ich schlurfe in die Küche. Du sitzt am Tisch, ließt Zeitung und nippst an deinem Kaffee. Als du mich kommen hörst, blickst du auf. "Morgen!" Ich schaue dich an. Du siehst unausgeschlafen aus. "Hey, nicht gut geschlafen?" "Nur früh wach geworden." "Achso. Na dann." "Ja, aber erstmal ,Guten Morgen'." ***Eero*** Was ich dir erzählt habe stimmt nicht ganz. Ich bin früh wach geworden, das stimmt, aber das war mitten in der Nacht und es hatte seinen Grund. Du lagst in deinem Bett, total verschwitzt und murmeltest die ganze Zeit meinen Namen. Ich dachte du wärst wach und ging zu dir rüber. Da setzte ich mich auf die Bettkante und fragte was los wäre, doch du nahmst nur meine Hand und hast sie gedrückt und nach einiger Zeit, hattest du dich dann beruhigt und schliefst wieder ruhig. Und nun kannst du dich scheinbar an nichts erinnern. Schade. Ich widme mich wieder meinem Kaffee und meiner Zeitung, doch du guckst mich weiterhin an. "Was ist?" Hat sich scheinbar ziemlich gereizt angehört, denn du guckst mich erschrocken an. "Nichts, nichts!" stammelst du und schaust weg. "Sorry, wollte dich nicht so anmotzen. Hab mich nur so beobachtet gefühlt und ach... ich weiß nicht..." Jetzt bin ich derjenige, der stottert. Du lächelst. "Wollt nur fragen, ob wir das mit dem Film vielleicht nachholen wollen? So mit Frühstück im Bett und so. Ich mein, man kann den Fernseher mitsamt Komode ja umstöpseln und ins Schlafzimmer schieben, oder?" Ich freue mich. Eindeutig, du hast immer gute Ideen. Wir holen uns schnell Brötchen, schenken uns Kaffee ein und stellen alles auf ein Tablett. "Ich trag's rüber:" Meinst du sofort und bist auch schon weg. Plötzlich kracht und klirrt es. Dann höre ich dich fluchen. Ich muss grinsen und laufe schnell ins Schlafzimmer. Du stehst da und schaust mich bedröppelt an. "Was ist passiert?" "Ist runterfallen... Die Tasse! Ich... ich mach's schon weg." "Lass mal, ich mach das schon." Du setzt dich auf's Bett und starrst die Scherben an. Das Tablett hast du vor dem Bett abgestellt. Ich bücke mich und sammle die Scherben auf. Ich knie jetzt vor die. Du fragst: "Soll ich dir nicht vielleicht doch helfen?" Du bückst dich auch, rutschst vom Bett runter und kniest dich mir gegenüber. Dann fängst auch du an die Scherben aufzusammeln. Unsere Hände sind voll, wir kommen gleichzeitig hoch und schauen uns an. Wir sind nur ein paar Zentimeter voneinander entfernt. Es ist... unglaublich! Wir kommen uns immer näher. "Eero, Lauri! Seid ihr schon wach?" Es klopft. Wir schrecken auf. Wehleidig schaust du mich an. Denkst du das Gleiche wie ich? Hast du auch Gefühle für mich? Ich will es glauben, doch es klappt nicht so richtig. Du tust verschlafen und rufst: "Ja jetzt schon!" Man hört Akis Stimme: "Sorry, dass wollte ich nicht. Aber in 3 Stunden geht unser Flug nach Hause." Ach ja, das war ja schon heute . "Kommen in einer halben Stunde. Treffen uns in der Lobby." Wir schauen uns an, doch der ganze Zauber ist verflogen und wir sind wieder die schüchternen Freunde aus Finnland. "Na, dann wird das mit dem Film wohl wieder nichts." Du guckst ein wenig traurig. Ich bin's ja auch... Wir frühstücken noch schnell, ziehen uns dann an und begeben uns dann mitsamt unseres Gepäcks in die Lobby. Pauli und Aki warten schon. "Na, da seid ihr beiden ja. Tut mir nochmals Leid, dass ich euch geweckt habe." Du guckst mich an und grinst. "Ja, so schlimm war's nicht. Ist schon ok, mach dir deshalb keinen Kopf. Und Pauli, gut geschlafen? Deine Haare sehen heute wieder so schön... fluffig aus." Ich muss lachen. Pauli tut beleidigt und gibt nur ein feminines ,Tze' von sich, was man sonst immer nur von Aki kennt. Wir fahren los zum Flughafen und checken dort ein. Als wir ins Flugzeug einsteige, lässt du dich sofort auf den Platz neben mir fallen. Bettelnd guckst du mich an. "Kann ich ans Fenster?" Ich sage bei einem Wunsch von dir, wie immer, nicht nein. Also krabbelst du über mich rüber und ich will gerade auf deinen Platz, da setzt du dich bei mir auf den Schoß. Du grinst mich an. "Jetzt sitze ich ja am Fenster." Ich bringe ein nervöses Lächeln zustande. Auf einmal sehe ich Aki und Pauli. Sie starren uns an. Da bemerke ich erst, dass ich meine Hand knapp oberhalb deines Schrittes liegen habe. Ich nehme sie schnell weg. Aki lacht und sagt: "Na ihr Turteltäubchen? Alles klar?" Ich werde rot, doch du grinst. "Wir wollten nur beide am Fenster sitzen!" "Ach so." Nun grinst auch Pauli. Seine Haare sind unter einen schwarzen Mütze versteckt. Deine Bemerkung hat ihn scheinbar verunsichert. Nun rutsche ich unter dir weg und setze mich auf den Platz neben dir. Die Erklärung hat den beiden scheinbar gereicht, denn sie ziehen sich auf ihre Plätze, weiter hinten im Flugzeug, zurück. Ich widme mich meiner Zeitung, die ich ja heute morgen nicht durchgekriegt habe. Dein Kopf ist gegen die Scheibe gelehnt. Ich schätze, du schläfst. Ich streiche sachte eine Strähne aus deinem Gesicht. Du guckst mich an, hast doch nicht geschlafen. Du legst mir deine Hand aufs Bein und streichelst darüber. Dann schläfst du diesmal wirklich ein. Am Flughafen trennen sich unsere Wege. Wir fahren alle zu unseren Wohnungen. Zu Hause angekommen, schließe ich die Tür auf und trete ein. Es ist kalt bei mir und alles sieht so verlassen aus. Die ersten Minuten zu Hause und schon fühle ich mich einsam. Als erstes mache ich Musik an. Es ist Björk. Noch vom letzten Mal hören. Da warst du da und wolltest unbedingt Björk hören. Hattest deshalb extra eine CD von ihr mitgebracht. Die muss ich dir noch wiedergeben. Schon wieder muss ich an dich denken. Die nächsten zwei Tage schleichen dahin. Ich esse kaum, weil ich einfach keine Lust habe und schlafe fast den ganzen Tag durch. Nach dem zweiten Tag will ich dann nicht mehr länger zu Hause rumsitzen. Ich ziehe mir meine Winterjacke an, nachdem ich mir meinen Schal umgewickelt und die Mütze aufgesetzt habe und gehe raus. Es ist schon dunkel. Wie immer abends in Finnland. Eigentlich mag ich es heller lieber. Es hat schon ein wenig geschneit. Alles ist leicht weiß und glitzert. Es sieht schön aus. Doch es ist kalt und ich beeile mich weiter zu kommen. Eigentlich habe ich mich gegen den Gedanken gewehrt, doch dadurch, dass ich die ganze Zeit die Björk-CD in meiner Jackentasche fühle, stehe ich nun vor deiner Wohnung. Ich klingele. Du machst die Tür auf und strahlst. "Eero!" "Hei... Ich hab noch... deine CD, dachte mir du willst sie wieder haben." "Ja, danke." "Dachte auch, wir könnten das mit dem Film vielleicht nachholen. War zu Hause so allein." "Klar komm rein! Bin auch grad alleine." Freude meinerseits. Ich trete ein, ziehe mir meine Jacke und den ganzen andere Warmhaltekram aus und folge dir ins Wohnzimmer. Es ist kuschelig warm bei dir. Richtig angenehm. Du sitzt schon auf dem Sofa, die Fernbedienung in der Hand. Kannst es scheinbar kaum erwarten. Es kommt mir fast so vor, als hättest du gewusst, dass ich komme. Auf dem Wohnzimmertisch stehen zwei Tassen Kaffee. Die kannst du eben nicht so schnell geholt haben. "Ich wusste, dass du kommst." Kannst du Gedanken lesen? "Habe ich schon bemerkt." Du lächelst, guckst mich dann aber vorwurfsvoll an und sagst: "Willst du den Film über stehen bleiben?" Ich schüttele energisch den Kopf und setze mich dann auf einen Sessel. "Kommst du nicht zu mir?" Jetzt mich ich ein wenig grinsen und stehe auf. Ich schlurfe zu dir herüber und nach kurzem Zögern setze ich mich bei dir auf den Schoß. Du lehnst deinen Kopf gegen meinen Rücken und schaltest den Film ein. Kaum hat der Film angefangen, spüre ich wie du deine Arme um mich legst. Ich drehe mich zum Fernseher und sitze jetzt seitlich auf dir. Dein Kopf liegt jetzt auf meiner Schulter. Ich habe Sorge, dass ich zu schwer bin. Ich frage dich, doch du sagst nur leise: "Nein, ist angenehm." Erleichterung. Du streichelst meinen Bauch. Der Film wird wieder nur Nebensache. Ich drehe den Kopf zur Seite und schaue dich an. Dann beuge ich mich ein Stück nach vorne, unsere Lippen berühren sich. Dachte, du wirst meinen Kuss nicht erwidern. Doch als ich deine Zunge um Einlass bittend an meinen Lippen spüre, ist meine Angst verflogen und wir verfallen in einen leidenschaftlichen Kuss. Es ist so ein schönes Gefühl dich so nah zu spüren. Während unseren Kusses will ich dich noch mehr spüren, bewege mich so, dass ich mit gespreizten Beinen in deinem Schoß sitze. Wild wühlst du in meinen Haaren. ***Lauri*** Deine weichen Haare, hast sie dir auf mein Empfehlen länger wachsen lassen. Es steht dir so verdammt gut. Habe mich schon so lange danach gesehnt mit meinen Fingern hindurch zu fahren. Doch bis auf heute war das nicht möglich. Ich genieße diesen Moment und kralle mich ein wenig in deinen Schopf. Du stöhnst leicht vor Schmerz und daraufhin wird dein Kuss zur Revanche verlangender. Ich will dich und das weißt du. Spürst du, denn die Beule in meiner Hose drückt sich fordernd gegen deinen Schritt. Du genießt es mich mit dem Kreisen deiner Hüften zu quälen, mich immer geiler damit zu machen. Sitze fast still, denn so kann ich deine Bewegungen besser empfinden. Du spielst mit mir, mit meiner Zunge. Du hast mich unter Kontrolle, denn du sitzt auf mir und stützt deine Arme neben meinem Kopf an der Lehne des Sofas ab. Wie gleichzeitig schließen und öffnen sich unsere Münder. Du passt so gut zu mir. Wir liefern uns ein Zungenspiel, welches ich gewinne und ich dann deinen Mund mit meiner Zunge erkunden darf. Du schmeckst mir. Ich will noch mehr schmecken. Mit meinen Hände, die ich eben noch einfach nur seitlich an deinen Beinen herunter hängen lassen hatte, fahre unter deinen Pullover. Du zuckst ein wenig zusammen. Wahrscheinlich weil meine Hände gerade so kalt sind. Ich spüre, wie dir ein Schauer den Rücken hinunter läuft. Es gefällt dir. Ich kann mir ein Grinsen unter unserem Kuss nicht verkneifen. Ich zwicke dir leicht in deine Brustwarzen und es freut mich, dass sie sofort hart werden. Langsam, fast unbemerkt, schiebe ich deinen Pullover nun hoch. Löse mich von unserem Kuss und ringe nach Atem. Ich habe nun freie Sicht auf deine Brust. "Was ist?" , sagst du nur verunsichert, "Du schaust ja wie ein Kind zu Weihnachten." Das hier ist auch wie Weihnachten. Nein, es ist besser. Ohne zu antworten, lecke ich einmal schnell über einer deiner Brustwarzen, sehe dann zu dir hoch und grinse. ***Eero*** Dein dreckiges Grinsen macht mich schon ganz verrückt. Du schiebst meinen Pulli noch höher. Hebe nun meine Arme, so dass du keine Schwierigkeiten hast, ihn mir über den Kopf zu ziehen. Und schon widmest du dich wieder meinem Oberkörper. Liebkost ihn mit deinen weichen Lippen. Wie kann ein Mann nur so weiche Lippen haben? Ich lege meinen Kopf in den Nacken und genieße den Moment wie du nasse Filme eines unsinnigen Musters auf meiner Brust hinterlässt. Höre, wie du die Schnalle meines Gürtels öffnest und dich dann daran machst meine Hose zu öffnen. Schiebst eine Hand unaufhaltsam in meine Shorts. Oh Gott ging das schnell. "Lauri...!" ächze ich vor Lust. Du reagierst nicht. Du streckst mir deinen Kopf entgegen, willst mich küssen. Nun verwöhnt deine nasse Zunge wieder meinen Mund. Während dessen hast du mein erregtes Glied zwischen deinen Fingern. Umspielst mit ihnen meine Eichel. Fährst meine Erektion mit deinen Fingerkuppen auf und ab. Ab und zu kraulst du meine Hoden. Das alles macht mich ganz wuschig. Ich muss mich zusammenreißen nicht in deiner Hand zu kommen. Nach Minuten voll Leidenschaft und Hingabe ziehst du deine Hand zurück. Du unterbrichst meinen gierigen Kuss und schaust mir tief in die Augen. Deine Wangen sind gerötet. Du siehst aus wie ein kleiner Junge, der seine Mutter sucht. Doch dein Blick, dieses Feuer in den Augen, sagt alles. Mehr als Worte. Ich will es von dir hören. "Eero...?" Ich sage nichts, schaue dir nur tief in deine Augen. Du weißt, das du jetzt alles sagen kannst. Aber ich merke, dass es dir unangenehm ist. "...fick mich!" Ich wusste es. Ich konnte deine Gedanken lesen. Das lasse ich mir nicht zwei mal sagen. Ich kann nicht anders, ich drücke dir einen Kuss auf und steige endlich von dir herunter um dich dann an die Hand zu nehmen und dich zu mich zu ziehen. Erst wie du da so neben mir stehst fällt mir dein Ständer genau auf. Mann, bist du gut bestückt! Provozierend streiche ich über deine Erektion und du schwächelst. Habe das Gefühl deine Knie werden weich. Ich halte und führe dich ins Schlafzimmer. Hier lasse ich dich sanft auf das Bett fallen. Abgefedert liegst du da und wartest auf mich. Dieses Verlangen in deinem Blick. Vorsichtig stütze ich mich mit meinen Händen über deinem bebenden Körper ab. Leicht spreizt du deine Beine, damit unsere Lenden sich berühren und wir uns aneinander reiben können. Ich beginne mit einem leichten Rhythmus und bedecke deinen Hals mit Küssen. Dein heißer Atem lässt mich meinem Schweiß an meiner Stirn spüren. Ich bahne mir einen aus Küssen bestehenden Weg zu deinem Unterbauch. Vorher bekommt dein Bauchnabel noch eine Sonderbehandlung. ***Lauri*** Bald ist er da, der Moment in dem ich dich in mir spüren werde. Sehnlichst entgleiten mir Laute die dich zum Rasen bringen. Du machst schon seit einer Weile an meinem Bauchnabel herum. Des öfteren hast du dabei unabsichtlich meine Erektion berührt. Es ist der Wahnsinn. Deine Hände befinden sich am Bund meiner Shorts und ich spüre wie du sie mir langsam abstreifst. Dein Kopf bewegt sich stetig mit der Bewegung deiner Hände. Immer tiefer. Du küsst den Gipfel, beginnst ihn mit deinem warmen, feuchten Mund zu umschließen und jetzt kommt deine Zunge ins Spiel. Ständig umkreist du mit ihr mein Glied. Deine ständigen auf und ab Bewegungen lassen meinen Penis gleich platzen, so prall ist er. Als du mich dann nicht mehr auf diese Art und Weise verwöhnst, krabbelst du zu mir hoch und siehst mich fragend an. "Bereit?" Ich nicke nur kurz. Du richtest dich kurz noch auf, ziehst dir deine Shorts hinunter. Jetzt machst du mir mit einer mir so klaren Geste deutlich, dass ich mich umdrehen soll. Ich darf dir also dabei nicht in die Augen schauen? Ich bleibe auf dem Rücken liegen. "Ich will dich sehen" Ausatmend grinst du und beugst dich über mich. Wieder dieser tief gehende Blick. Ich weiß nicht warum, aber ich nicke wieder. Will dir damit zeigen, dass ich es will. Unser erstes Mal. Du platzierst dich nun an meinem Po. Berührst mich schon und mit einem Stoß spüre ich dich tief in mir, ich stöhne auf und kneife vor Schmerz meine Augen zu. Wieder bin ich wie erstarrt. Du beginnst dich leicht in mir zu bewegen und ich entspanne mich ein wenig. Sehe dich nun an. Ich bin so erfüllt. Erfüllt durch dich und von dir. Dein Rhythmus wird nun schneller. Heiß und innig lieben wir uns so. Mit einem finalen, harten Stoß ergießt du dich in mir. Ich soll nicht zu kurz kommen und deshalb nimmst du kurz nach deinem Höhepunkt noch schwer atmend wieder meine pralle Männlichkeit in deinen Mund und es dauert nicht lange, bis auch ich komme. Du schluckst. Ein Zeichen, dass du mich liebst. Du nimmst freiwillig meinen Saft in dir auf. Danach rutschst du zu mir hoch und lässt dich neben mich sinken. Ich küsse dich noch einmal leidenschaftlich, spiele mit deiner Zunge. Ich kann fast nicht glauben, dass das alles eben gerade passiert ist. Du unterbrichst unseren Kuss und schaust mich an. "Lauri... Ich liebe dich!" Du küsst mich sanft auf die Stirn und deckst uns zu. "Ich dich auch, Eero!", flüstere ich leise, und schon wenige Minuten bin ich eingeschlafen. Wir liegen im Bett und es ist früh morgens. Ich bin gerade wach geworden und du liegst neben mir. Es ist so ein wunderbares Gefühl. Ich streichele dir über den Rücken. Du drehst dich um und küsst mich sanft. "Guten Morgen." Ich lächle und erwidere dein ,Guten Morgen' mit einem stürmischen Kuss. Mein Magen knurrt. Kein Wunder, hab auch seit gestern Mittag nichts mehr gegessen. Dann wird's jetzt aber höchste Zeit. "Wollen wir frühstücken?" Hey, dass wollte ich gerade fragen... "Klar gerne, mein Magen beschwert sich auch schon!" "Meiner auch." Wir stehen auf und gehen in die Küche. Meine Küche ist nicht die größte, aber sie ist gemütlich und ich finde dort alles wieder. Aber scheinbar nur ich, denn du schaust dich suchend um. "Gibt's hier auch einen Toaster?" "Links, oben im Schrank. Etwas weiter hinten. Musst 'n bisschen wühlen, weil davor noch so viel rum steht. Hm... Scheinbar ist es doch recht unübersichtlich. Doch nach ein paar Minuten hast du ihn dann gefunden und machst uns ein paar Toast. Jetzt habe ich aber auch schon nen ganz schönen Hunger. Es hat geklingelt. "Ich mache auf!" Sage ich zu dir und gehe zur Tür. Wer kommt den schon so früh vorbei? Vielleicht sind es ja Aki und Pauli. Würde sich ganz gut passen, denn du und ich haben uns vorgenommen, es den beiden auf jeden Fall zu sagen. Wir wollen nicht so eine Heimlichtuerei haben. Die beiden werden das auch verstehen, dass wissen wir. Ich mache die Tür auf. Und da steht sie vor mir. Isi. Oh Gott... Was will sie hier, ich meine... ich.. soll ich die Tür wieder zu machen? Nein, lieber nicht. Ich starre sie an. "Ich... Lauri... Dass ich dich beim Konzert weggeschubst habe, dass war ein Fehler ich liebe dich und... verzeih mir!" Wieso verzeihen? Ich war doch der, der die Fehler gemacht hat. Auf einmal höre ich wie dich hinter mich tritt und mir seine Hand auf den Rücken legt. Ich liebe dich und ich liebe sie nicht mehr. Ich würde dir nur total weh tun. Nein, niemals werde ich sie wieder lieben. Ich liebe nur dich!!! "Tut mir Leid, ich bin mit Eero zusammen." Sage ich und schließe die Tür. Ende
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