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One new chance E-Mail
Geschrieben von: piru   
Mittwoch, den 11. Mai 2005 um 01:00 Uhr
Angefangen am 24. Februar 2005
Autor: piru alias Stephanie Kunze
Hauptpersonen: Ashley (17 Jahre), Mary Kate (17), Lauri (20 Jahre) & Aki (20 Jahre)
Inspiration der Namen: die Olsen Twins und The Rasmus
Inspiration der FF: The Rasmus und Nadine Buchwald (N.B.)
Gewidmet: der Freundschaft zwischen mir und meiner Maus (N.B.)

Chapter 1

Kalter nasser Regen prasselt ans Fenster. Es ist bereits dunkel draußen und wieder hocke ich auf dem Fensterbrett. Allein. Meine Gedanken schweifen zurück in die Vergangenheit. Wie glücklich wir doch alle waren. Und jetzt soll alles vorbei sein? Ich muss weinen als mir meine Eltern einfallen. Sie sind nicht mehr da, sondern ganz weit oben…im Himmel. Vor 5 Monaten starben sie bei einem schweren Unfall. Nur weil so ein betrunkener Strohkopf noch durch die Gegend gefahren ist. Wegen ihm hab ich alles verloren. Alles. Nun bin ich in einem Heim und warte bis eine Familie so was wie mich haben will. Die Tür wird aufgerissen und ich erschrecke…

„Ashley, komm ich hab tolle Neuigkeiten für dich!“, sagte meine Betreuerin.

Neuigkeiten?

Und das jetzt? Widerwillig folge ich ihr ins Büro. Sie bietet mir einen Platz an.

„Also heute oder besser gesagt eben hat mich eine Familie angerufen, die ein Mädchen adoptieren wollen.“

„Aha“

„Sie wollen aber eins was schon älter als 15 ist.“

„Aha.“

„Ashley mehr Begeisterung bitte!“

„Oh fein!“ ich lachte gekünstelt.

„Na ja auf jeden Fall bist du mir da gleich eingefallen. Es gibt aber nur ein Problem!“

„Ah…ich mein und was für eins?“

„Du müsstest nach Finnland gehen, denn dort wohnen sie.“

Geschockt schaute ich sie an. Will die mich abschieben oder was?

„Ash?“

Mit leerem Blick schaute ich sie an…

„Ash hör mal. Ich finde das gut, dann lernst du dich von Dingen los zulösen die dich hier in Deutschland an deine Eltern erinnern!“

Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Aber warum ausgerechnet gerade Finnland? Das ist soweit weg…aber moment…ich könnte dann dort ein völlig neues Leben anfangen. Ja das ist gut…noch mal von vorn anfangen…

„Okay sie haben ja Recht!“

„Schön dann wäre das ja geklärt, schon morgen geht dein Flug!“

„Morgen schon?“ mei o mei das ging aber schnell, muss ich schon sagen.

„Ja um 11.30 Uhr.“

Na super da lieg ich normalerweise noch in meinem warmen Bett und träum davon Popstar zu sein…aber was solls.
Ich nickte nur stumm.

„Mach dir keine Gedanken, ich habe mir schon fast gedacht das du ‚Ja’ sagst und habe deswegen auch schon dein Ticket besorgt!“ Mit einem Lächeln im Gesicht hielt sie es mir vor der Nase hin…großartig langsam glaube ich wirklich die will mich nur schnell loswerden.
Nachdem ich noch einige Formulare ausfüllen musste ging ich wieder auf mein Zimmer. Ich setzte mich aufs Bett und sortierte alles noch mal was eben passiert ist. Ich nach Finnland? Ich rappelte mich dazu auf meine Sachen schon mal zu packen. Als ich alles verstaut hatte, ging ich nochmals duschen und dann ins Bett.

Chapter 2

„RING RING RING RIIIIIIIING.“

Oh man dieser fuck Wecker. Genervt schalte ich ihn aus. Gedankenverloren starrte ich an die Decke. Aber lang konnte ich das nicht machen, denn schließlich wartet ne Familie auf mich. Als ich mich angezogen hatte klopfte es auch schon an der Tür.

„Herein.“

Die Tür ging auf…

„Guten Morgen Frau Ashley Zeitz!“

Argh ich hasse es wenn meine Betreuerin mich so nennt.

„Guten Morgen Frau KELLNER!!!“ das ‚Kellner’ sagte ich besonders laut.

Ihr huschte ein Lächeln übers Gesicht. Was war denn daran jeze so lustig?

„Und bist du soweit? Alles eingepackt?“

Prüfend schaute ich mich noch mal um und nickte dann schließlich. Sehr gesprächig bin ich heute nun wirklich nicht, na gut, das bin ich eigentlich nie!
„Na dann kann es ja losgehen!“

Ich schnappte mir zwei Koffer und meinen Rucksack. Frau Kellner nahm den Rest.

„Willst du dich von den anderen verabschieden?“

„Nein!!“ antwortete ich kühl.

„Okay wie du willst.“

Mich mochte eh keiner hier. Von daher, warum sollte ich mich dann bei diesen oberflächlichen Zicken auch noch verabschieden? Die sind doch froh darüber dass sie jetzt eine blöde Tussi wie mich weniger haben. Tz.

Es dauerte nur 15 Minuten bis zum Flughafen. Ich merkte wie meine Nervosität stieg, vor allem weil ich das erste mal fliege. Aber ich zeigte es nicht, na ja ich versuchte es zumindest. Nachdem mich Frau Kellner zum Schalter gebracht hatte usw. verabschiedete sie sich von mir. Sie sagte mir, wenn es mir dort schlecht geht solle ich sie anrufen. Denkt sie etwa dass ich dies tue? Wovon träumt die denn Nachts bitte schön? Na ja, nun heißt es warten bis mein Flug aufgerufen wird.

Mir kam dies wie ne Ewigkeit vor, ganze 30 min. musste ich warten. Dann ertönte endlich eine freundliche Frauenstimme aus den Lautsprechern…

„Für den Flug von Berlin nach Helsinki bitte ich die Fluggäste nun einzusteigen!“

Puh, nichts lieber als das. Ich schleppte mein Gepäck zum Gepäckschalter und gab es ab, außer meinen Rucksack. Der ist mein Heiligtum ( ja ja haltet mich nur für verrückt). Mit einem mulmigen Gefühl betrat ich die 1. Klasse. Moment, die 1. Klasse? Unglaubwürdig schaute ich nochmals auf mein Ticket. Tatsächlich 1.Klasse! Nachdem ich meinen Platz gefunden hatte, war das mulmige Gefühl endlich weg.

Einige Zeit später…

Was für eine Quälerei. Nie wieder fliegen, nie wieder! Nun da stand ich. Auf dem Flughafen von Helsinki. Super, wo ich ja auch so gut finnisch kann. Als erstes suchte ich mein Gepäck zusammen und dann schaute ich mich nach meiner „neuen“ Familie um. Vielleicht stehn die ja mit nem Schild da? Okay, genau wie ich es mir gedacht habe fand ich eine Familie auch wenige Minuten später.

„Frau Ashley Zeitz aus Deutschland“, stand auf dem Schild. Hey könnte mein Name sein, so lang ich 17 Jahre lang nicht mit einem falschen Namen lebe.

Mit langsamen Schritten ging ich auf die drei Leute zu. Die Frau war dünn und hatte blondes Haar. Der Mann war schon etwas kräftiger und hatte dunkelblondes Haar. Doch wer stand denn da neben dem Mann? Ein Junge wenn ich mich nicht täusche. Die hatten also schon einen Sohn. Als sie mich sahen, nahmen sie das Schild runter.

„Hallo bist du Ashley?“, fragte mich die Frau höfflich.

„Ja bin ich. Und wer sind sie? Sie müssen wissen das mir keinerlei Namen genannt wurden sind.“, ach was für ein ehrlicher Mensch ich doch bin *g*.

„Ähm ich bin Mrs. Hakala, das ist mein Mann und das neben ihm ist unser Sohn Aki.“

Interessant, Aki heißt also der Bursche mit der Capi…hat der da Dreadlocks oder bild ich mir das nur ein? Na gut ich verkneif mir ein Kommentar und verließ mit der Familie den Flughafen. Immer wieder schaute mich Aki an. Hatte ich einen Pickel im Gesicht oder will er ein Passfoto? Nachdem wir 20 Minuten mit dem Auto gefahren sind stand ich vor einem riesigen Haus. Und wenn ich riesig meine, dann ist es auch so. Ich bemerkte die fragenden Blicke von Mr. Hakala. Ich starrte das Haus nicht mehr an und folgte ihnen hinein.

Chapter 3

Hach endlich im Warmen.

„Aki zeig Ashley doch mal ihr Zimmer!“

„Ja Mum.“ seufzte er.

Ich glaub der Typ ist jetzt schon genervt von mir. Ohne was zu sagen folge ich ihm. Wie gehorsam von mir, nicht wahr?

„Also das ist das Bad, das ist mein Zimmer und das…“ Er machte die Tür auf „…ist deins!“

Ich musste erst mal schlucken, so überwältigt war ich. Was für ein Zimmer….wow. Dunkle Möbel und ein Himmelbett…davon hab ich schon immer geträumt.

„Ähm ich geh dann mal wieder.“

„Warte!“ sagte ich schnell.

Er blieb in der Tür stehen und schaute mich fragend an.

„Ich wollt nur danke sagen.“

„Schon gut.“ Mehr sagte er nicht. Schwups…und schon war die Tür zu. Ich glaub ich muss mich erst mal dran gewöhnen einen „Bruder“ zu haben. Ich war bis jetzt Einzelkind, aber das wird schon, hauptsache er akzeptiert mich auch. Normalerweise wollte ich auch was ganz anderes zu ihm sagen, aber ich hab lieber meinen Mund gehalten. Ich seufzte leise, denn nun hieß es wieder alles auspacken. Sogleich machte ich mich an die Arbeit und das war sehr viel. Als ich gerade die zweite (und noch nicht letzte!) Reisetasche anfangen wollte, klopfte es an der Tür…

„Ja?“

Die Tür ging auf und siehe da wer es ist…Aki.

„Das Essen ist fertig.“

„Ja okay ich komme.“

Ich stand vom Boden auf und ging mit ihm runter in die Küche.

„Ashley setz dich doch.“ Mrs. Hakala zeigte auf einen leeren Stuhl und ich nahm Platz. Kein Wort wurde während des Essens gesagt, bis dann endlich, als wir alle fertig waren, Mr. Hakala mich was fragte…

„Darf ich dir ein paar Fragen stellen Ashley?“

„Aber natürlich dürfen sie das.“

„Bitte…wir können uns dutzen.“

„Sorry, aber natürlich darfst du das.“ sagte ich mit einen Grinsen und Aki musste ebenfalls lächeln.

„Wie alt bist du eigentlich?“

Hä? Ich dachte das wüssten dich schon längst…aber egal…antworte Ash…antworte.

„17.“

„Und wo sind deine richtigen Eltern?“

Echt super, anscheinend hat Frau Kellner nicht viel über mich erzählt, eigentlich gar nichts. Sehr nett von ihr, jetzt muss ich ne Antwort geben.

„Meine Eltern sind seit 5 Monaten tot.“ Ich musste mit den Tränen kämpfen. Warum hat er mich das jetzt gefragt? Warum?

„Oh das tut uns leid. Entschuldige das ich dich danach gefragt habe.“

Zu spät…

„Schon in Ordnung.“

Nun meldete sich auch mal Aki zu Wort…

„Was hörst du so für Musik?“

„Das war klar das diese Frage jetzt kommen musste!“

Oh oh Aki wurde von seinen Vater böse angeschaut. Was isn nun los?

„Man darf doch wohl mal fragen oder etwa nicht?“

„Paperlapap… du hast eh nur deine Musik im Kopf, an was anderes denkst du schon gar nicht mehr.“

Hey Leute, ich steh hier tierisch auf der Leitung, aber nur mal so am Rande ja?

„Schatz bitte nicht jetzt.“ bat Mrs. Hakala freundlich.

„Was ? Es stimmt doch. Es ist ein Wunder das er jetzt hier ist und nicht bei Lori oder wie der heißt.“

Lori? Was ist das für ein spack Name…
Das war aber zu viel für Aki, er schmiss sein Besteck hin und stand auf…

„Ich bin 20 ja, und ich kann mach was ich will. Und außerdem heißt er LAURI!“

Aki stand auf und marschierte in sein Zimmer. Lauri…der Name klingt zwar immer noch komisch, aber um einiges besser als der andere.

„Entschuldigt mich bitte.“ sagte Mr. Hakala und verließ ebenfalls die Küche.

Heile Familie was? Verwirrt schaute ich ihm hinterher. Schweigen…ich hasse so eine Stille.

„Du musst meinen Mann entschuldigen…“

„Ja…“ antwortete ich immer noch etwas irritiert.

„Hast du noch Hunger?“

„Nein danke Mrs. Hakala, soll ich ihnen aber etwas mit helfen?“

„Nein, pack du ruhig deine Sachen weiter aus.“

Ich nickte und ging wieder hoch. Als ich an Akis Zimmer vorbei kam hörte ich laute Musik. Klingt nicht schlecht, muss ich schon sagen. Warum sein Vater wohl so sauer war? Na ja. Ich machte mich wieder an die Arbeit.

2 Stunden später…

Endlich fertig. Was ich alles mit hatte ist der pure Wahnsinn. Weil ich nix mehr zu tun hatte ging ich runter ins Wohnzimmer. Nur Aki und seine Mum saßen da. Herr Hakala war bestimmt unterwegs oder so.

„Ah Ashley fertig mit auspacken?“

„Ja bin ich.“ Ich setzte mich neben Aki, der mich ganz überrascht ansah. „Um auf deine Frage zurück zukommen, Rock.“

„Rock?“ fragte Aki.

„Ja ich höre sehr gerne Rockmusik.“

„Ach so…schön.“ Schön? Das war alles was er dazu zusagen hatte? Wie gesprächig heute. Mrs. Hakala stand auf und ging in die Küche, na ja sie wollte, denn es klingelte. Ich hörte Stimmen im Flur, also Mr. Hakala war das nicht, denke ich.

„Hey Aki.“

Aki drehte sich um…

„Oh hey Lauri!“

Lauri? Ah das ist also der Typ, aber der sieht ja vielleicht komisch aus. Blonde Haare zu einer Stachelfrisur gegelt…ist das nicht schon längst out? Oder läuft das hier in Finnland anders ab. Obwohl, wenn ich Akis Haare so betrachte…hm Als Lauri mich sah, schaute er Aki fragend an.

„Öhm ach ja Lauri das ist Ashley, Ashley das ist Lauri.“

„Hallo.“ Sagte ich etwas schüchtern, so bin ich halt.

„Hi Ashley, bist du ne neue Freundin von Aki?“

Ach du scheiße, der hat ja Ideen, bloß nicht!

„Nein ist sie nicht!“ sagte Aki schnell.

Dann ging er auf Lauri zu und flüsterte ihm was ins Ohr. Aha Geheimnisse ham die Herren also auch…wie nett von ihnen das ich das mitbekomme. Wahrscheinlich geht es um mich…scheiße ey.

„Mum wir sind dann mal weg.“

„Halt junger Mann! Was ist mir ihr?“

Ja genau…äh was sollte mit mir denn schon sein? Hab ich was verpasst?

„Nimm sie doch mit. Sie ist sonst alleine, weil ich noch was erledigen muss und dein Vater ist ja auch nicht da.“ Sagte Mrs. Hakala.

Aki und Lauri schauten sich an…was die beiden jetzt wohl denken?

„Ja gut, also dann komm mit.“ Sagte Aki schließlich.
Chapter 4

Wenn ich nur wüsste wohin. Aber wurscht ich ging meine Jacke holen und lief hinter Lauri und Aki her. Sie redeten irgendwas auf finnisch. Wir blieben vor einem Café stehn…

„Ich komm gleich wieder, warte mit Lauri hier.“

Aki verschwand im Café und ich war mit diesem komischen Typen allein.

„So so, dann bist du also die neue Schwester.“ Meinte Lauri.

„Ja schaut wohl so aus.“

„Und woher kommst du?“

„Aus Berlin.“

„Aha.“

Das Wort kommt mir bekannt vor, euch auch?

„Wo gehen wir denn jetzt hin?“ fragte ich Lauri.

„Zu den Bandproben.“

„Bandproben?“

„Ja wir, also ich, Aki und noch zwei andere sind ne Band.“

Aha, deswegen ist Mr. Hakala so ausgerastet. Das erklärt natürlich einiges. Nach etlichen Minuten kam Aki endlich wieder…

„Wir dürfen am Donnerstag hier auftreten.“

„Super!“ Lauri freute sich.

Nachdem die zwei noch irgendwas besprochen haben, ging es weiter. Wir blieben dann vor einem kleinen schäbigen Gebäude stehen und Lauri klopfte dreimal an die Tür. Ein kräftiger junger Mann, so im Alter von Aki und Lauri, öffnete. Er hatte genau wie Aki Dreadlocks und trug eine Brille.

„Hi Pauli.“ Sagte Lauri.

„Hi…na Besuch dabei?“

Ich denke mal damit meinte er mich. Ohne ein Wort zu sagen gingen Lauri und Aki an ihm vorbei. Super, von vorstellen halten die zwei auch nichts.

„Was ist mit dir?“ fragte Pauli.

„Eigentlich wollte ich mit rein.“

„Na dann komm!“

„Danke.“

Ich ging mit ihm rein…

„Ich bin Pauli.“ Er gab mir die Hand.

„Ich bin Ashley.“

Wir gingen in einen großen Raum. Überall standen Instrumente und Cola Dosen, sowie auch Bierdosen, rum.

„Da seid ihr ja.“ Sagte Lauri.

„Na ja, wenn ihr sie einfach draußen stehen lasst und uns nicht vorstellt, ist das euer Selbstverschulden.“ Antwortete Pauli.

„Ja sorry.“ Sagte Aki kleinlaut.

Ich legte meine Jacke auf einen Stuhl und nahm auf der Couch Platz. Die Tür ging auf und ein großer junger Mann kam rein. Aber wie ist der rein gekommen? Hat doch gar keiner aufgemacht…na ja.

„Terve Eero!“ begrüßte ihn Pauli.

„Hi Leute.“

Er kam auf mich zu…

„Hi wer bistn du?“

„Ähm ich bin Ashley.“

„Akis neue Schwester.“ Warf Lauri dazwischen.

„Ah ja.“ Sagte Eero darauf.

Wieso eigentlich neue Schwester? Ich hab echt den Faden verloren.

„Also wollen wir anfangen?“ fragte Aki.

Die anderen nickten. Dann fingen sie an zu spielen…

Oh yeah oh yeah she wanted to be a heartbreaker…

Also singen konnte Lauri alle mal. Ich hörte gespannt zu, und fand die Musik wirklich gut. Genau mein Geschmack. Sie spielten fünf Lieder und machten dann eine Pause. Aki, Eero und Pauli fingen an Playstation zu spielen. Und was machte Lauri? Er kam zu mir…Gott bewahre.
„Und wie fandest du es?“

„Nicht schlecht.“

„Wirklich?“

„Wirklich.“

„Was hörst du eigentlich so für Musik?“ ich glaub das ist bei den Jungs ne Standardfrage, glaub ich aber auch nur.

„Rock.“

„Interessant.“

„Warum?“

„Mein ja nur. Willst du was trinken?“

„Ja ne Cola wäre nicht schlecht.“

„Wir haben auch Bier für die Dame.“

Ich musste lächeln…

„Nein danke ich bleib doch lieber bei Cola, noch.“

Nun musste auch Lauri lächeln als ich das sagte. Also langsam wird mir der Typ sympatisch.
Er ging etwas zu Trinken holen…

„Hier.“

„Danke.“

„Also dann Kiipis!“

„Äh was?“

„Das heißt ‚Prost’.“

„Ach so, ja Prost.“

Nachdem wir etwas getrunken hatten, nahm ich schließlich meinen ganzen Mut zusammen und fragte die Frage aller Fragen…

„Lauri?“

„Ja…“

„Warum sagt ihr immer ‚neue Schwester’?“

Lauri senkte seinen Kopf, richtete aber dann seinen Blick wieder zu mir…

„Weißt du Aki hatte mal eine Schwester.“

„Aha, und wo ist sie jetzt?“

„Da wo deine Eltern auch sind…leider.“

Was? Dann hat er also das gleiche durchgemacht wie ich? Oh shit, ich wusste nicht was ich darauf sagen sollte.

Stille. Die ist so unerträglich. Ich musste nach Luft rangen. Lauri schaute mich ganz komisch an.

„Ashley alles okay?“

Ohne zu antworten stand ich auf, schnappte mir meine Jacke und rannte raus. Frische Luft, ich brauchte frische Luft. Aki hörte auf mit spielen und schaute Lauri fragend an.

„Was hast du getan?“

„Du solltest lieber fragen was ich gesagt habe.“ Sagte Lauri kleinlaut.

„Nein, das hast du nicht getan, nein oder?“

Lauri nickte nur stumm.

Ich lehnte mich an die Mauer. Ne Zigarette wäre jez net schlecht. Aber wie ich halt mal so bin, hab ich mal wieder keine dabei. Die Tür vom Proberaum ging auf. Blass und außer Atem stand mir Aki nun gegenüber. Er sagte nichts. Ich sagte nichts.

„Ashley sag doch was.“

„Was soll ich sagen? Vielleicht das ich mich jetzt ziemlich paska fühle?“

„Aber das brauchst du nicht. Du bist nicht Schuld an den Tod von meiner Schwester.“

„Das weiß ich.“

„Und wieso fühlst du dann so?“

„Wieso? Ganz einfach, ich denke das ich nur ein Ersatz bin.“ Ich fing an zu weinen.

„Ach nein. So was hab ich nie gesagt, geschweige denn gedacht.“

Ohne ein Wort zu sagen nahm mich Aki in den Arm. Noch unter Tränen sag ich zu ihm...

„Und deine Eltern?“

Ich schaute ihn fragend an. Doch er zuckte nur mit den Schultern. Hab ich es mir doch gedacht, von nichts ne Ahnung hat der Junge.

„Wollen wir wieder rein oder willst du nach Hause?“ fragte mich Aki.

„Heim, bitte.“

„Okay, ich geh nur schnell meine Jacke holen und sag den anderen bescheid.“

Ein stummes Nicken meinerseits und ein aufmunterndes Lächeln seinerseits. Nach ein paar Minuten kam er zurück, mit Lauri im Schlepptau. Was will der denn jeze hier?

„Ähm Ashley ich muss noch was erledigen, Lauri wird dich heimbringen.“

Oh fucking shit. Muss das sein? Ich find auch alleine nach „Hause“. Aber ich ging nicht in Widerspruch. Na ja noch nicht. Aki ging also alleine los und ich lief mit meinen Bodyguard Lauri nach Hause. Und schon herrschte wieder Stille. Also langsam glaube ich dass die Finnen ihre eigene Sprache nicht können, oder warum quatscht mich Lauri nich a mal blöd von der Seite an? Aber das blieb nicht lange so...

„Was machst du heut Abend so?“ fragte Lauri.

Sehr simple Frage Löri.

„Weiß ich nicht.“

„Hast du Bock mit ins Nosturi zu kommen?“

„Weiß ich nicht.“

Sehr kreative Antworten Ashley.

„Jetzt bin ich um einiges schlauer geworden.“ Sagte Lauri

Wir sind vor dem „Hakala“-Haus angekommen.

„Ich weiß es eben noch nicht.“

„Würde mich aber freuen, wenn du kommen würdest.“

„Ach kannst du mich wohl schon so gut leiden?“

„Ähm ja also, da is heut so ne Pärchen-Party und man kommt halt nur mit nem Partner rein.“

„Ach dann bin ich wohl deine Eintrittskarte, oder wie? Na vielen Dank auch.“

„Man so war das nicht gemeint. Ich will da bloß nicht alleine hin gehen Und Aki kommt ja auch mit seiner Freundin Liisa.“

„Okay.“

„Super, ich hol dich dann so um halb neun ab.“

Ich nickte. Doch was er jetzt tat, hätte ich nicht erwartet. Er küsste mich auf die Wange und verschwand schnell. Ist das hier in Finnland so ne Art Liebeserklärung? Völlig perplex stand ich nun da. Muss ziemlich bekloppt ausgesehen haben. Noch etwas leicht verwirrt ging ich rein. Niemand war da. Zum ersten (und das gleich am ersten Tag hier) sturmfreie Bude. Ich ging sofort in mein Zimmer und setzte mich auf die Fensterbank. * das hatten wir doch schon mal, nur das es eben nicht regnete sondern die Sonne schien*.
Chapter 5

Mein Gedanken kreisten um das was ich eben gesagt hatte und was eben geschehen war. Man, hab ich da heut ein Date mit Lauri, oder wie schaut’s aus? Ich hatte nämlich noch nie einen Freund. Na das kann ja was werden. Auf einmal hörte ich Geräusche von unten. Aki war wieder da. Aber er war nicht allein. Wen hat er denn da mitgebracht? Es klopfte an meine Zimmertür.

„Ja wer stört?“

„Ich.“ Aki schaute in mein Zimmer.

„Was ist?“

„Bist du böse auf mich?“

„Ich? Nö, wegen dir ist mein heutiger Abend schon verplant. Und das früher selten der Fall.“

„Ach und mit wem?“

„Verrat ich nicht.“

„Okay, dein Ding. Ich hab Besuch, wenn was ist bitte vorher klopfen, okay?“

„Is okay Chef.“

Aki huschte ein Grinsen übers Gesicht. Was war daran jetzt so lustig? Wird der wohl immer so genannt? Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und fing an zu malen. Das ist sogar mein Lieblingshobby noch vor *auf Fensterbank sitzen und raus starren*. Ich malte irgendwas. Normalerweise such ich mir immer ein Motiv oder sogar Leute die ich malen möchte. Aber diesmal eben nicht. Raus kam dabei nichts gescheides. Ich bekam irgendwann Durst, deswegen bewegte ich meinen zarten Hintern runter in die Küche.

„Huch.“

Erschrocken blieb ich in der Tür stehen. Da stand ein mir unbekanntes Mädchen in der Küche.

„Oh hi, du musst Ashley sein.“

« Ja eigentlich schon. »

« Nett dich kennen zu lernen, ich bin Liisa. »

Aha, das muss also die Freundin von Aki sein.

„Ähm, ja ganz meinerseits.“

Ich ging zum Kühlschrank und holte mir ne Cola raus. Ich wollte gerade wieder hoch als Aki in die Küche kam.

„Oh Ash.“ Sagte Aki verwundert.

„Ja ich. Bin auch schon wieder weg.“

„Nee, warte mal. Wir wollten grad Mensch ärgere dich nicht spielen. Hast du Bock?“

Der Typ hat ja auch mal sau gute Einfälle (wenn ich an den Vorfall heut mit Lauri denke, ich sag nur Bodyguard.)

„Ja sehr gern.“

Aki baute das Spiel auf und ich nahm Platz. Eigentlich hätte ich gedacht das Liisa sich neben Aki setzt. Aber es war nicht so, sie setzte sich neben mich.

„Sag mal Ashley, was hältst du davon wenn wir Aki jetzt mal so richtig fertig machen.“ Schlug Liisa vor.

„Hey das ist fies.“ meinte Aki gespielt beleidigt.

„Ach ne Chance können wir ihm doch geben, oder nicht?“ fragte ich Liisa.

„Aber nur eine winzig kleine.“ lachte Liisa.

Ich lächelte und wir fingen an zu spielen. Nachdem Liisa und Aki unzählige Male verloren hatten, gaben sie schließlich auf. Denn was die beiden nämlich nicht wussten, ist das ich in diesen Spiel verdammt gut bin!

„Okay wir sollten uns dann mal fertig machen Liisa. Du brauchst ja schon ne ganze Weile im Bad, genau wie Lauri.“

„Hey ja nicht frech werden Mister. Und Ash was machst du heute noch so?“

„Sie hat heut ein Date.“ Aki grinste mich an.

„Und wann wirst du abgeholt?“ fragte mich Liisa.

„Um halb neun.“

„Hey cool, dann lern ich ihn ja gleich kennen, den Ganoven. Wir werden nämlich von Lauri auch um halb neun abgeholt.“ verkündete Aki stolz.

Hach, wenn der wüsste. Nachdem wir alles wieder verräumt hatten, ging ich wieder in mein Zimmer. Daran musste ich noch ein bisschen was ändern. Die Wände waren mir noch zu weiß. Aber was aufhängen wenn man nichts hat. Ich wollte mir aber nicht all zu lange meinen Kopf darüber zerbrechen. Ich suchte mir schließlich ein paar Klamotten aus und ging ins Bad, was Gott sei dank frei war. Gut. Soll ich mich schminken oder nicht? Na ja ein bisschen was kann ja nicht schaden. Aber vorher erst duschen. Das warme Wasser prasselte auf meinen Körper. Zu viel Zeit konnte ich mir aber nicht Zeit lassen, da ich davon ausging das die anderen zwei sich auch noch duschen wollten. Ich trocknete mich also ab und zog mich an. Im Zimmer suchte ich natürlich erst mal meinen Föhn. Aber wer suchet der findet. Als ich dann meine Haare trocken hatte, machte ich den Rest noch schnell. Denn es war schon kurz vor halb neun (wie die Zeit doch heut vergeht). Ich nahm meine Jacke und ging wieder runter ins Wohnzimmer. Aki und Liisa waren bereits schon fertig.
Chapter 6

„Da bist du ja.“ sagte Aki.

„Mensch Aki, ich brauch halt mal länger als du.“ konterte ich frech.

Kaum wollte ich mich hinsetzen klingelte es auch schon an der Tür. Doch Aki war schneller als ich und ging zur Tür.

„Hey Lauri komm rein.“

Lauri kam ins Wohnzimmer…

„Hi Lauri! Wir müssen leider noch auf Ashleys Begleitung warten.“ sagte Liisa.

Lauri schaute mich grinsend an.

„Nö wieso?“ fragte ich.

„Keine Ahnung…kommt er wohl doch später?“ fragte Liisa.

„Ich bin doch da.“ sagte Lauri schließlich und kam auf mich zu.

„Du?“ kam es von Aki und Liisa.

Lauri legte einen Arm um mich und ich grinste ihn an…

„Ja er…was dagegen?“ fragte ich die zwei zurück.

Beide schüttelten heftigst mit dem Kopf.

„Na dann können wir ja los.“ Gute Idee Lauri!

Gesagt, getan. Nach noch ein paar überraschenden Blicken von Aki und Liisa liefen wir zum Nosturi. Der Club war voller Menschen, na ja besser gesagt Pärchen. Wir steuerten auf einen ganzen bestimmten Tisch zu. Dort saßen Eero, Pauli und noch zwei andere Mädchen die ich nicht kannte.

„Hi ihr vier.“ begrüßte Aki sie alle.

„Hi ihr.“ Eero stand auf und bot mir einen Platz an. Lauri dirigierte er gleich mal neben mich. Neben mir saß ein zierliches Mädchen, die, wie ich auch, schwarzes langes Haar hatte. Neben ihr saß ein blondes Mädchen was wohl mit Pauli hier war.

„Oh wie unhöfflich von mir. Also Ash die neben dir sitzt das ist MK (Mary – Kate) und die neben MK ist Kiara, Paulis Freundin.“

„Aha, okay mal schauen ob ich mir so schnell auch alle Namen merken kann.“ sagte ich grinsend.

Aki und Liisa saßen neben Pauli. Dauernd küssten sie sich die zwei. Und genau dann schaute MK immer weg von den beiden, obwohl sie vorher die ganze Zeit hingeschaut hatte. Komisch.

„Du Ashley hast du Lust zu tanzen?“ fragte mich Lauri ein bisschen schüchtern.

„Ja warum nicht.“

Ich und Lauri gingen also auf die Tanzfläche um ein bisschen Körpernähe auszutauschen.  Nachdem wir einige Lieder durchgetanzt hatten gingen wir wieder zurück. Nanu, da war ja eine neue dabei…

„Du Lauri…wer ist denn das da?“

„Das ist Maria…Eeros Freundin.“

Moment mal…ich steh glaub ich schon wieder auf der Leitung.

„Hä? Ich dachte MK wäre seine Freundin.“

„MK? Nein…sie hat keinen Freund. Eero hat sie mitgenommen, weil sie sonst nicht rein gekommen wäre, und Kiara kam mit nen Kumpel. Klug ausgedacht.“

Ach ja, so schauts also aus. Wir setzten uns also wieder zu den anderen und ich kam mit MK ins Gespräch. Mein Gott, das Mädel war zwar ein Jahr jünger als ich, aber sie könnte glatt meine Zwillingsschwester sein. Sie hört die gleiche Musik und war auch mal im Heim, wenn auch länger als ich es war. Zwischendurch merkte ich immer wieder wie ihre Blicke zu Aki wanderten. Ich glaub was ich glauben will…nein soll…moment nein muss. Na ja kann sie ja mal fragen was sie von Aki hält.

„MK?“

„Ja?“

„Was hältst du von Aki?“

Ihre Augen wurden groß. War meine Frage jetzt so schockierend?

„Du das kann ich dir nicht sagen, nicht hier.“

Ich verstand was sie meinte.

„Lauri lass mich mal durch.“

„Wie?“

„Bitte.“

„Geht doch.“

Ich grinste ihn frech an und ging hinter MK her. Im Rücken spürte ich deutlich die Blicke von Lauri…

Chapter 7

„So hier ist es besser.“

Ich und MK waren nun auf der Damentoilette.

„Und wie lautet deine Antwort?“

„Ich..ja…also…ich glaub ich liebe ihn.“

Wusa…hart. Okay das würde auch diese Blicke von ihr erklären.

„Du tust was? Aber er hat doch ne Freundin.“

„Ja weiß ich…die ach so tolle Liisa.“

„Magst du sie nicht?“

„Magst du sie etwa.“

„Ich kenn sie ja erst seit heute, von daher kann ich dir noch nicht sagen ob ich sie mag oder nicht.“

„Na ja. Will nicht weiter drüber reden. Du hast deine Antwort bekommen, gehen wir wieder zurück.“

Ich sagte nichts mehr drauf und hakte auch nicht weiter nach und ging einfach wieder mit zurück. Eero, Maria, Pauli und Kiara waren schon gar nicht mehr da. Scheinen wohl schon gegangen zu sein oder sie sind wohl noch in einen anderen Club gegangen.

„Hey da seid ihr ja wieder, hab schon gedacht ihr seid ins Klo gefallen.“ sagte Lauri.

„Oh, hast du uns wohl vermisst Lintu?“ fragte MK.

„Dich nicht.“

„Wie nett von dir Herr Ylönen.“

Ich glaub in dem Moment lief ich rot an. Lauri zeigte auf den Platz neben sich und ich setzte mich wieder hin. MK blieb dann auch nicht mehr lang. Ich glaub sie wollte sich dieses rum geflirte und rum geknutsche von Aki und Liisa nicht mehr mit ansehen. Aki und Liisa wollten sich auch grad auf den Weg machen, die hatten wohl noch bessere Sachen vor.

„Ihr wollt schon gehen?“ fragte ich Aki als die beiden grad aufstanden und sich ihre Jacken anzogen.

„Ja, aber wenn du willst kannst du noch etwas bleiben. Schlüssel hast du ja.“ sagte Aki.

Ich wollte noch nicht heim und blieb deswegen mit Lauri noch etwas im Nosturi. Wir unterhielten uns nett und manchmal flüsterte er mir was nettes ins Ohr. Charmeur. Bald legte er seinen Arm auch um mich. Oh man, mein Herz machte vielleicht wilde Sprünge (keine Angst das geschah alles mit wenig Alkoholeinfluss). Ich spürte Lauris Blicke. Was soll ich tun? Ihn ebenfalls anschauen und dann fast ausflippen wegen seinen geilen Augen oder soll ich so tun als würde ich nichts bemerken? Ich entschied mich für letzteres.

„Du Lauri, ich glaub ich will jetzt auch langsam heim.“

„Ist Okay. Soll ich dich noch heimbringen? Denn Aki ist nicht da, der pennt heut eh bei Liisa, so wie ich die Sache einschätze.“

Na toll. Dann bin ich allein. Ich hasse es allein zu sein. Darauf hatte ich nun wirklich keinen Bock, deswegen traute ich mich…

„Kann ich dann bei dir pennen?“ fragte ich Lauri kurzerhand. Der war erst ziemlich überrascht sagte aber ja.

Als wir bei ihm ankamen, raste mein Puls. Mein Gott, ist doch nichts dabei, sagte ich mir immer wieder. Aber anscheinend wohl doch nicht genug. Lauri gab mir ein langes Shirt von sich und zeigte mir das Bad. Also mit denken tut der Typ schon mal. Nachdem ich mich umgezogen hatte schrieb ich Aki noch schnell SMS das ich bei Lauri bin. Damit der morgen sich nicht wundern wo ich geschlafen habe. Als ich zurück in Lauris Schlafzimmer kam war er grad dabei das Bett zu machen. In Boxershorts. Und das nur in Boxershorts. Mein Blick blieb an ihm haften wie ein Magnet. Er bemerkte es und grinste mich dann frech an. Ich drehte mich schnell weg und murmelte leise „Entschuldigung.“ Als ich wieder zu ihm hinsah lag er bereits schon im Bett und deutete auf dem Platz neben sich. Na gut, Ashley, auf in die Höhle des Löwen. Langsam legte ich mich zu ihm. Unter Decke war es schön warm…

„Gute Nacht Ash.“

„Gute Nacht Lauri.“

Das Licht ging aus und ich drehte mich zur Wand. (ich schlief hinten.) War ein komisches Gefühl in dem Bett zu liegen mit Lauri. Vor allem weil ich ihn ja erst seit heute kenne. Mein Gott ich bin erst seit einem Tag hier und hab schon so viel erlebt. Wahnsinn. Meine Eltern freuen sich bestimmt mit mir. Als ich wieder an sie denken muss kommen mir leise ein paar Tränen. Ich merkte wie sich Lauri umdrehte und nun ganz dicht hinter mir war. Schnell wischte ich mir meine Tränen weg.

„Alles okay Ashley?“

„Ja.“

„Wirklich?“

„Wirklich.“

Daraufhin legte sich Lauri wieder hin. Jedoch drehte er sich nicht um, sondern legte sich ganz nah an mich ran und umarmte mich von hinten. Kurz darauf schlief ich auch ein…

Chapter 8

5 Monate später…

Es ist viel passiert. So viel das ich schon gar nicht mehr alles weiß. Aber alles erst mal der Reihe nach. Aki ist von daheim ausgezogen, weil er Stress mit seinen Vater hatte. Kurze Zeit später bin ich dann zu ihm gezogen, weil ich auch Stress mit „Dad“ hatte. Er hat herausgefunden das ich mit Akis Freunden auch rumhänge und das passte ihm nicht. Na ja, dann haben die Jungs nun auch mal ihr Glück in Deutschland mit ner Single probiert. Trotz vieler Termin die sie hatten, wird es dort wohl kein zu großer Erfolg. Dann hat sich Aki auch noch von Liisa getrennt, die hat sich in den letzten Monaten als echtes Biest rausgestellt. Ich glaub sie war eifersüchtig, weil Aki nun auch bisschen was mit anderen Mädchen unternahm, auch mit MK! Ja und jetzt weiß ich auch warum MK sie nicht mochte. Mit MK hab ich mich ziemlich gut angefreundet. Und ihr wollt bestimmt noch wissen was mit Lauri und mir ist oder? Gut, gar nichts ist! Na ja…ein paar Annäherungsversuche gab es…ja und beim Flaschendrehen mussten wir uns auch mal küssen. Aber sonst lief nichts zwischen uns. Wirklich. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einen Job, da ich meinen Abschluss ja bereits gemacht habe. Aki meinte ich solle mal probieren auf die Uni zu kommen. Doch 1. ich hab gar nicht die Noten dazu und 2. auch keine Lust. So vertick ich manchmal Merchanding Sachen von den Jungs auf ihren Konzerten. Ist besser als gar kein Geld. Sonst gibt’s nichts neues, außer ich hab was vergessen. Ach ja und heute ist ne Party bei Lauri. Wie zu oft halt. Aber diesmal gibt es wenigstens einen Grund zum feiern. Sagt Lauri zumindest. Was er damit meint will er nicht verraten. Weiß der Teufel warum. Ich machte mich nun fertig für die Party. Schwarze Hüfthose mit Nietengürtel und ein enges weinrotes Top.

Als ich und Aki bei Lauri ankamen waren schon einige Leute da. Auch die anderen Jungs. Ich hielt erst mal Ausschau nach MK, denn sie wollte auch kommen.

„Wen suchst du denn?“ fragte Aki mich.

„MK.“

„Achso.“

Aki ging zu ein paar Bekannten hin und ich schaute mich weiter nach MK um. Zwischendurch erwischte ich Lauri manchmal wie er zu mir schaute. Nicht schon wieder solche geheimnisvollen Blicke. – Aber genau das macht Lauri doch so attraktiv Ashley! – Oh oops, hab ich das grad wirklich gedacht? Okay ich setzte mich in einen freien Sessel und trank gemütlich mein Bier. Nach ein paar Minuten kam so ein komischer Typ auf mich zu. Er belaberte mich und ich roch schon von weiten seine Fahne. Als er sich neben mich setzte bekam ich langsam Schiss. Verzweifelt suchte ich nach Aki…ich fand ihn auch. Jedoch nicht alleine, sondern mit MK!!! Knutschend. Okay entweder die sind noch clean oder schon besoffen. Ich hoffe das es ersteres ist…zu Gunsten für MK. Der Typ fing nun an mir am Hintern rumzufummeln. Ich wollte grad eine wüste Beschimpfung loslassen, doch Lauri funkte dazwischen…

„Hey lass deine Finger bei dir.“

Der Typ schaute Lauri an…dieser setzte eine böse Miene auf und der Typ verschwand.

„Alles okay Ash?“

„Ja danke. Woher wusstest du das mit dem Typen?“

„Ich äh habs gesehen.“

Ich zog eine Augenbraue hoch…

„Du beobachtest mich?“

„Nein…ja.“

„Hä?“

„Ja ich beobachte dich. Schon sehr lange.“

Oh Gott, ich glaub ich bin im falschen Film oder so.

„Sorry Ash.“

„Und warum tust du das?“

Blöde Frage Ash…sehr blöde Frage. Lauri schaute mich etwas komisch an. Okay, jetzt war ich mir sicher das meine Frage wirklich blöd war.

„Also warum Herr Ylö…“

Ich konnte nicht weiter reden. Ehe ich mich versah spürte ich Lauris Lippen auf meinen. Der Kuss war kurz aber schön. Etwas verwirrt schaut ich ihn an…

„Darum Ash.“

„Wow.“

Lauri grinste. Wir blieben dennoch in Augenkontakt…

„Hey ihr zwei.“ unterbrach uns Aki.

„Hey Bruderherz…“ ich stand auf und ging so gleich auf MK zu. Sie schaute mich ganz verwundert an als ich sie in Richtung Schlafzimmer zog. Muss ganz schön dämlich ausgeschaut haben…*g*

„Was denn los? Was ist denn los?“ fragte MK.

„Er hat’s getan, genau wie du sagtest.“

„Ahhhhh“ MK ließ einen Schreiers los.

„MK nicht so laut!“

„Oh sorry…das ist doch geil!“

Chapter 9

„Find ich nicht.“

„Komm erzähl mir bloß nicht du hasst ihn.“

„Hassen nicht…aber lieben…ach scheiße…du verwirrst mich.“

„Hah…du hast es gesagt…du hast das Wort gesagt…yeah.“

Mist warum immer noch ich? Ob das am Bier lag? Wir hörten ein räuspern und drehten uns deswegen zur Schlafzimmertür. Paska, Lauri. Wie lang der wohl da schon steht? Hoffentlich noch nicht all zu lang.

„Öhm ja…ich verzieh mich dann mal…“

Oh nein MK lass mich jetzt bloß nicht mit ihm allein. Super…MK geht und Lauri kommt. Direkt auf mich zu. Ich war kurz davor nen Herzkollaps zu bekommen. Okay ganz ruhig. Lauri legte seine linke Hand auf meine Hüfte, mit der rechten Hand strich er mir ein Haar aus dem Gesicht. Unsere Gesichter kamen sich langsam näher und wir versanken in einem langen Kuss. Vorsichtig spielten unsere Zungen miteinander. Ich merkte wie Lauri mich in Richtung Bett schob. Ich ließ mich darauf nieder und bemerkte erst jetzt dass die Tür noch offen war.

„Lauri…die Tür.“

Er hörte auf mich am Hals zu küssen und stand auf. Nachdem er sie zugesperrt hatte schaltete er auch das Licht aus und machte stattdessen ein paar Kerzen an. In dem Moment machte es „Klick“ bei mir.

„Sag mal ist das was hier zwischen uns passiert und vielleicht noch passieren wird der Grund?“

Lauri drückte mich sanft in die Kissen und hauchte ein zartes „Ja“ in mein linkes Ohr.

„Und deswegen hast du mich auch immer die ganze Zeit beobachtet oder?“

Lauri nickte nur und beugte sich wieder runter zu mir…

„Aber auch nur wenn du es willst, kann ich weitermachen.“

Ich muss bekloppt gewesen sein, aber meine Antwort war ein intensiver Kuss. Obwohl ich es selber noch nie *getan* habe. Lauris rechte Hand wanderte unter mein Top. Ich seufzte leise auf als er über meine Brüste strich. Langsam begannen wir uns auszuziehen. Ich saß nun auf Lauri (komplett nackt versteht sich) und küsste seinen Oberkörper. Er richtete sich langsam auf und holte ein Kondom aus seinem Bettregal. Der denkt wirklich an alles. Lauri hielt mich fest und drehte mich auf den Rücken. Nun war der Spieß umgedreht. Ich merkte die Anspannung und Nervosität zwischen uns. Langsam spürte ich wie er in mich eindrang und sich bewegte. Wir küssten uns dauernd und bewegten uns immer schneller.



Chapter 10

Verschwitzt rollt sich Lauri von mir ab und atmete noch etwas schnell. Ich drehte mich um zu Lauri…er schaute mich nun direkt an.

„Hattest du schon mal…?“

„Was? Sex? Nein.“

Erstaunt und überrascht starrte er mich an…

„Was?“ fragte ich ihn.

„Warum hast du mir nichts erzählt?“

„Ist doch nicht weiter tragisch oder?“

„Es geht eher darum ob ich dir in irgendeiner Art und Weise wehgetan habe.“

Ich schüttelte mit dem Kopf und gab ihm einen Kuss. Danach kuschelte ich mich an seiner Brust und er strich mir langsam mit seiner rechten Hand über meinen Rücken.

„Ash?“

„Hm.“

„Ich glaub ich muss dir was sagen.“

Okay…ich machte mich auf alles gefasst und schaute ihn nun wieder an…

„Was denn Lauri?“

„Ich…ich…“

„Ja?“

„Ich mein es ernst!“

Oh man das er immer so verschlüsselt reden muss…

„Wie du meinst es ernst?“

„Das mit uns. Ich möchte dich nicht nur für diese eine Nacht geliebt haben.“

Jetzt blieb mir aber die Spucke weg. Ich bin fest davon ausgegangen das ich Lauri nur „entjungfern“ sollte und dann sagt er mir das er mehr will…ne Beziehung.

„Ash?“

„Sorry…ähm…ja aber dann fangen wir noch mal von vorn an okay?“

„Okay…das is ne gute Idee.“

Lauri küsste mich und drückte mich nochmals sanft in die Kissen. Ich drehte mich zur Seite und er kuschelte sich von hinten an mich ran.

Am nächsten Morgen…

Langsam öffne ich meine Augen und sehe direkt in das Gesicht von Lauri.

„Guten Morgen.“ sagte er leise.

„Morgen.“

Ich stand auf und zog mich erst mal an. Lauri tat dies ebenfalls. Gemeinsam, Hand in Hand, gingen wir in Richtung Wohnzimmer. In ein paar Ecken lagen noch Bierflaschen und auf der Couch schliefen Aki und MK. Wie süß die zwei doch aussehen.

„Komm wir gehen erst mal was essen.“ schlug Lauri vor.

Ich folgte ihm in die Küche. Dort tranken wir Kaffee und aßen etwas.

„Lauri hast du ne Kippe für mich?“ fragte ich ihn grinsend.

„Ja klar für dich immer.“

Er stand auf und ging ins Wohnzimmer zurück. Als ich ihm so hinter schaute, dachte ich nochmals an letzte Nacht.

„Hier bitte.“

„Danke dir.“

Zum Dank bekam er nen Kuss von mir. Einen langen. So nen langen das wir nicht merkten wie Aki und MK dazu kamen und den Kuss sahen.

„Ähm…“ räusperte sich Aki.

Schnell lösten wir uns voneinander und sahen nun in die grinsenden Gesichter von den beiden.

„Was gibt’s denn da zu glotzen?“ fragte ich.

„Eher, was gibt es denn da zu grinsen?“ fügte Lauri schnell hinzu.

MK und Aki sahen sich an und dann wieder uns.

„Wir finden es süß…“ sagte Aki schließlich. MK musste darauf ein klein bisschen kichern.

„Was findet ihr süß?“ fragte Lauri.

„Euch zwei natürlich.“ sagte MK darauf.

Chapter 11

Ich kann nicht sagen wer von uns beiden, also von Lauri und mir, roter geworden ist.

„Bekommen wir auch nen Kaffee?“

„Was meinst du Ashley, haben sie sich einen verdient?“ Lauri schaut mich grinsend an.

„Ich denke schon, aber auch nur eine einzige Tasse.“

„Danke wie gütig von dir little Sister.“

„Kannst mal sehen. Du Lauri hast du auch ein Feuerzeug…“

„Jap…moment.“ Er griff sich in die Hosentasche… „Hier.“

„Ash…wie oft denn noch. Rauchen ist ungesund!“ sagte Aki und schaute mich grimmig an.

„Mensch Aki, sie ist alt genug und raucht schon lang. Sie wird schon wissen was sie tut und wie sie es tut.“ Sagte MK und zwinkerte mir zu.

Lauri hat das gesehen und verstand natürlich sofort die zweideutige Botschaft von ihr. Er legte eine Hand auf meinen Oberschenkel und schaute mich an. Wir waren kurz davor uns küssen, aber die anderen zwei haben nichts besseres zu tun als uns zu stören.

„Sagt mal…“ fing MK an.

„…was läuft da zwischen euch zweien?“ beendete Aki.

„Nichts.“ Antworteten ich und Lauri gemeinsam.

„Ja ja.“ sagte Aki.

„Ja ja heißt Leck mich am Arsch.“ Ich musste leicht grinsen als Lauri das sagte.

„Bei mir heißt ‚ja ja’ ‚glaubst ja wohl selber nicht’“ konterte Aki.

Lauri schaut mich an und ich zwinkerte ihm zu…jetzt wollen wir die zwei doch ein bisschen verarschen.

„Na ja, sagen wir es mal so…gestern Nacht war es mit uns beiden sehr schön.“

„Bitte?“ Oh man…Aki stell dich nicht an wie ein Gummiboot.

„Wir hatten Sex.“ sagte ich kurz und knapp und zog an meiner Zigarette.

MK verschluckte sich gleich mal an ihren Kaffee und Aki rutschte die Kinnlatte runter. Schockieren kann ja so geil sein.

„Wie bitte?“ hakte MK nach. Sagt mal kennen die das Wort ‚Sex’ nicht oder wollen sie es nicht wahrhaben?

„Ja stimmt schon. Nur wir waren etwas betrunken.“ sagte Lauri gespielt kleinlaut.

„Und wir können uns an nichts erinnern.“ sagte ich gleich danach.

„Nicht mal daran ob ihr verhütet habt?“ fragte MK gleich.

Ich und Lauri schüttelten mit dem Kopf.

„Moment, wenn sie betrunken waren und sich an nichts erinnern können, muss das nicht gleich heißen das sie es getan haben.“ stellte Aki fest.

„Aber als wir heut morgen aufwachten waren wir beide nackt…in einem Bett versteht sich.“ sagte ich.

„Oh Gott…Ash wir müssen zum Arzt nicht wenn du schwanger wirst und so weiter.“ sagte MK halb besorgt und halb schockiert.

„Genau und dir Lauri zeig ich wie man ein Kondom richtig anwendet.“

„Ne Aki lass mal stecken.“ antwortete Lauri leicht angewidert. Ich drückte meine Zigarette aus und klärte die Sache auf bevor die zwei hier noch vom Stuhl kippen…

„Man Leute das ihr immer gleich alles so ernst nehmen müsst.“

„Wie? Was? Ihr habt nicht miteinander geschlafen?“ fragten MK und Aki gleichzeitig.

„Doch…das schon.“ meinte ich.

„Aber natürlich haben wir verhütet.“ sagte Lauri grinsend.

Man sah MK und Aki deutlich an das ihnen ein Stein vom Herzen fiel. Aber leicht überrascht waren sie trotzdem…wäre ich auch an ihrer Stelle gewesen. Ihr etwa nicht?

„Also seit ihr jetzt ein Paar?“ fragte Aki vorsichtig.

Lauri schaute mich an und ich nickte leicht.

„Ja.“ antwortete Lauri und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Ich wand mich dann wieder an Aki und MK.

„Und was ist mit euch beiden Bruderherz?“

MK wendete ihren Blick von Aki ab und starrte ihre Kaffeetasse an. Aki antwortete erst recht nicht auf meine Frage. MK stand auf…

„Ich muss mal frische Luft schnappen.“

„Warte MK ich komm mit.“ sagte ich schnell und ging mit ihr auf den Balkon.



Chapter 12

Bei Lauri & Aki:

„Was isn bei euch los?“

„Nichts Lauri.“

„Ach komm hör auf zu lügen.“

Bei Ashley & MK:

„Was war denn letzte Nacht los?“ fragte ich MK.

„Ach alles scheiße.“ sagte sie leicht unter Tränen.

„MK was war los?“

„Ich…ich…ich war so betrunken das ich ihm meine Liebe gestanden habe…irgendwann sind wir dann knutschend in der Ecke gelandet…“

„Und weiter?“

„Er war auch ein wenig angetrunken und sagte dann auf einmal ‚Ich hab dich so vermisst Liisa’“

Aki du elender Trottel!!!!!!

Bei Lauri & Aki:

„Oh nein Aki…du bist ein Idiot.“

„Danke Lauri.“

„Was soll ich denn sonst sagen? Oh Aki haste fein gemacht?“

„Ich weiß dass es nicht fair war.“

„Nicht fair? Sag mal Aki checkst du überhaupt nichts?“ jetzt wurde Lauri langsam wütend.

„Was soll ich nicht checken?“

„Das ich in dich verliebt bin.“

MK ist zurück in die Küche und sagte es Aki noch mal nur jetzt war er nicht betrunken.

„Aber nein, du trauerst ja lieber Liisa hinterher, als mal meine Gefühle wahrzunehmen.“ Nun brach MK völlig in Tränen aus. Sie schnappte sich ihre Jacke und verließ Lauris Wohnung.

„MK…Mary – Kate…warte.“ schrie ich ihr noch hinterher.

Und was machte Aki? Der blieb in der Küche sitzen und starrte Löcher in die Luft.

„Toller Tagesbeginn.“ sagte Lauri.

Er ging ins Wohnzimmer und fing mit dem aufräumen an.

„Aki willst du ihr nicht wenigstens hinter laufen?“ fragte ich ihn.

Doch ohne mir eine Antwort zu geben stand er auf, schnappte sich seinen Schlüssel und verließ Lauris Wohnung ebenfalls. Leicht verwirrt stand ich nun in der Küche. Lauri kam auf mich zu und nahm mich in den Arm.

„Das rengt sich schon wieder ein.“ sagte er beruhigend. Ich fing mich wieder und half ihm mit aufräumen.

2 ½ Stunden später…

Wir hatten nun schon einiges weggeräumt. Jetzt fehlten nur noch die Luftschlangen und Luftballons. Ich schnappte mir einen Luftballon und schob ihn mir unters Top. So drehte ich mich dann zu Lauri, der grad einen Schluck Wasser trank…

„Lauri Schatz…bald sind wir zu dritt.“

Als mich Lauri so sah spuckte er gleich wieder das Mineralwasser aus.

„Mensch Lauri, trinken nicht spucken.“

Ich knallte ihm den Luftballon an den Arm.

„Na warte das gibt Rache.“ schrie er und kam mit der Wasserflasche auf mich zu gerannt.

„Nein Lauri unter steh dich…nein…waaaaaaaaahhh.“

Ich glaub ich bin noch nie so schnell durch einer Wohnung gerannt. Nachdem mich Lauri bis zum geht nicht mehr gejagt hat ließ ich mich erschöpft auf die Couch fallen. Lauri tat dies ebenfalls. Obwohl rumgealbert haben, haben wir es geschafft den Rest auch noch wegzuräumen…auch wenn ich nur die ganze Zeit gerannt bin wie eine Verrückte.

„So willst du dich noch mal mit mir anlegen?“ fragte Lauri grinsend. Ich schaute an mir runter (ich war klitschnass.)

„Nein danke. Bin nass genug. Und damit meine ich nicht nur ein bisschen nass. Schau dir mein Top an.“

Lauri musste grinsen. Ich brauchte ihn nicht auf zu fordern mein Top anzuschauen. Das tat er sowieso schon, aber er schaute eben nicht nur aufs Shirt sondern eher auf das was drunter ist.

„Da hilft nur eins.“

„Ach und was Lauri?“

Chapter 13

Lauri ging mit seinen beiden Händen unter mein Top und zog es mir aus. Super…Schlaumeier und jetzt?

„Ganz toll…und jetzt frier ich mir nen Arsch ab oder wie?“

„Ach quatsch…leg dich auf den Bauch.“

Ich wusste zwar nicht was er vor hatte tat es aber trotzdem. Auf einmal fing er an mich zu massieren. Hach tat das gut. Also wenn Lauri eins noch konnte, außer singen, dann war es das. Nachdem er fertig war drehte ich mich wieder auf den Rücken.

„So Madam und jetzt meine Belohnung!“

„Okay dann komm mal runter zu mir.“ sagte ich zu ihm verführerisch.

Lauri beugte sich langsam runter zu mir. Ich öffnete leicht meinen Mund und er fing an leicht mit meiner Zunge zu spielen. Ich spürte dass es Lauri gefiel. Ich legte meine Beine auf seinen Rücken, so dass er noch weiter runter kam.

„Ach du Kacke…“ schrie jemand.

Ich und Lauri schauten erschrocken zur Tür.

„Ville…Hi.“ Lauri rappelte sich schnell auf und deckte mich erst mal zu, da ich ja nur ne Hose und nen BH anhatte.

„Hi Lauri und ähm…“

„Ash…Ashley. Das Mädchen was du gestern angemacht hast.“ sagte Lauri leicht böse.

Moment, was sagt Lauri da. Ich schaute mir diesen Ville genauer an und musste feststellen das Lauri Recht hatte. Toll und jetzt hat der Typ schon mehr gesehen, als gar nicht erlaubt ist.

„Hi Ash“ begrüßte mich Ville.

„Hi.“

„Sorry wegen gestern.“ sagte Ville zu mir.

„Lauri?“

„Hm?“

„Bin mal schnell im Bad.“

Ich wickelte mich in der Decke ein und verschwand ganz schnell im Badezimmer…

„Das du deine Finger auch nie bei dir lassen kannst.“

„Man Lauri ich hab doch schon sorry gesagt.“

„Ja ja. Wie bist du überhaupt rein gekommen?“

„Der Schlüssel steckte.“

„Ah und was willste?“

„Oh…ja. Haste noch Bier da?“

Lauri verdrehte die Augen.

„Noch zwei…warte.“

Er ging sie holen und gab sie dann Ville.

„Danke Lauri. Sag deiner Süßen einen schönen Gruß.“

„Ja…also bye.“ sagte Lauri schnell und begleitete Ville hinaus. Als er zurück ins Wohnzimmer kam stand ich da.

„Ash…“

„Du wusstest wer er war?“

„Ja.“

„Weißt du was ich glaube? Und ich glaube nichts gutes…“

„Was?“

„Das dass von gestern alles ein abgemachtes Spiel war.“

„Ich ließ Lauri erst gar nicht zu Wort kommen, sondern knallte ihm eine. Danach holte ich meine Jacke und ließ Lauri mit ner roten Wange stehen. War mir doch egal was der jetzt machte.

Lauris Sicht:

Scheiße Ylönen, sie glaubt echt du hättest Ville angestiftet sie anzubaggern. Scheiße…scheiße…scheiße…

Ashelys Sicht:

Mir kamen langsam die Tränen. Nich nur weil ich mir benutzt vorkam, nein, weil ich mich vielleicht auch grad Lauri gegenüber falsch verhalten habe. Ich lief und lief…so schnell das ich bald an meiner eigenen Wohnung vorbei gelaufen wäre.

Bei Lauri:


Chapter 14

Verzweifelt starrt Lauri aus dem Fenster. Er beschließt zu Eero zu gehen. Der hat immer einen passenden Rat. Also macht er sich auf dem Weg zu ihm.

Bei Ashley:

Als ich die Tür aufmachte merkte ich das Aki da war. Aber nicht nur er. Ich ging in Richtung Wohnzimmer und sah wie er gerade MK küsste. Scheinen sich die zwei nun endlich ausgesprochen zu haben. Leise wollte ich in mein Zimmer schleichen doch Aki bemerkte mich…

„Ashley wo ist denn Lauri?“

„Daheim.“ sagte ich und dabei musste ich mich zusammen reißen nicht gleich los zu heulen.

„Alles okay Ash?“ fragte MK.

„Ja.“ Mehr konnte ich nicht sagen. Schon die Tatsache das Lauri mich vielleicht doch verarscht hatte brachte mich zum heulen. Schnurrstracks rannte ich in mein Zimmer und sperrte mich ein. Ich hörte wie Aki und MK mir noch was hinterher riefen. Verstand aber nicht genau was es war.

Bei Lauri:

Er war nun bei Eero angekommen. Nach etlichen klingeln öffnete endlich jemand die Tür…es war Maria…

„Terve Lauri.“

„Terve…ist Eero da?“

„Ja komm rein.“

Lauri folgte ihr ins Wohnzimmer.

„Eero, Lauri ist hier.“ sagte Maria und ging dann in die Küche.

„Hi Lauri setz dich.“

Lauri nahm auf der Couch platz.

„Also wo drückt denn der Schuh Lintu?“

„Es geht um Ash.“

„Was ist mit ihr?“

„Wir sind uns gestern verdammt nahe gekommen…wenn du verstehst was ich meine. Heut früh war dann Ville bei mir…“

„Ja und?“

„Ville war derjenige der Ashley am Vorabend angebaggert hat. Als ich das gesehen hab, hab ich ihr halt geholfen ihn loszuwerden…und jetzt…“ Lauri stockte.

„Aha…und jetzt denkt sie, das dies alles geplant war nur damit du sie flachlegen konntest stimmt’s?“

Also Eero und seine Analysen gibt’s nur einmal auf dieser Welt.

Bei Ashley, Aki & MK:

Wieder gehe ich meinen Lieblingshobby nach. Gedankenlos starre ich aus dem Fenster und erschrecke als es an der Tür klopfte.

„Komm schon Ashley mach die Tür auf.“ rief MK.

Ich seufzte und öffnete ihr die Tür. Besorgt kam sie rein.

„Mensch Ash was ist denn passiert?“

Ich erzählte ihr die ganze Story.

„Nein Ash ich glaub nicht das Lauri so was machen würde.“

„Bist du da sicher?“

„Ja.“

„Aber es ist trotzdem zu spät.“

„Warum denn das?“

„Ich hab ihn, bevor ich gegangen bin, eine gescheuert.“

„Hui…ach da kommt er schon drüber hinweg unser Löri.“

MK lachte und umarmte mich dann. Sie könnte echt Recht haben!!!

Bei Lauri & Eero:

„Am besten du gehst jetzt zu ihr und klärst die Sache.“ schlug Eero vor.

„Ja werde ich machen. Danke Eero.“

„Kein Problem Lauri.“

Lauri verabschiedete sich von Eero und Maria und lief in Richtung Ashs und Akis Wohnung.

Bei Ashley:

Chapter 15

Nachdem mich MK ein wenig getröstet hat ging ich wieder mit runter ins Wohnzimmer.

„Na alles wieder okay?“ fragte Aki mich.

Ich nickte und setzte mich in den Sessel. Ich winkelte die Beine an und schaute in den Fernseher, da lief grad irgendeine scheiß Talkshow. MK kuschelte sich an Aki. Die scheinen jetzt wirklich doch noch ein Paar geworden zu sein. Wie goldig. Als gerade Werbung war klingelte es…

„Ich mach auf…“ sagte Aki und stand auf.

Hätte ich geahnt mit wem er zurück kommt, hätte ich mich sofort wieder eingeschlossen.

„Ash Besuch für dich.“

Ich drehte mich um und sah in Lauris Augen…

„MK wir wollten doch noch mal zur Videothek gehen.“ sagte Aki zu ihr.

„Wollten wir? Oh…ja…wollten wir.“ MK stand auf und verschwand mit Aki. Super jetzt war ich wieder mit ihm allein. Er kam in meine Richtung und nahm auf der Couch platz.

„Tut mir leid.“ sagte er leise.

„Schön.“

„Ash du musst mir glauben ich hab Ville nicht auf dich gehetzt…wirklich nicht.“

„Schön.“

„Ash schau mich doch mal an.“

Ich schaute ihn nun an…mal schauen was er jetzt sagt.

„Ich liebe dich.“ sagte er ganz langsam.

Was soll ich jetzt tun? Verdammt mir kullerten ein paar Tränen über die Wangen. Lauri zog mich langsam zu sich. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor bis sich unsere Lippen endlich berührten.

Bei Aki & MK (in der Videothek):

„Och ne MK nicht Titanic.“

„Bitte Aki.“

„Den Film hast du doch schon so oft gesehen.“

„Na und. Ich muss trotzdem immer heulen…biiiiiiiiitttttttteeeeeeeeee.“

„Oh man ich muss verrückt sein. Okay nimm ihn mit.“

„Juhu danke.“

MK gab Aki nen flüchtigen Kuss…

„Hey, komm wenn schon denn schon richtig.“ sagte Aki grinsend.

„Okay.“

Sie küssten sich noch mal, aber diesmal intensiver und länger.

Bei Ashley &Lauri:

„Hast du Lust noch ne Runde spazieren zu gehen?“ fragte Lauri.

„Ja…zum Strand.“

„Okay dann komm.“

Ich zog mir meine Jacke an und verließ mit Lauri die Wohnung. Er nahm meine Hand und so liefen wir dann zum Strand.

Bei Aki & MK (sind grad auf den Weg nach Hause):

„Aki?“

„Ja.“

„Meinst du wir sollten es ihnen sagen?“

„Was?“

„Das wegen heut früh?“

„Nein lass sie in den Glauben das wir erst jetzt zueinander gefunden haben. Die haben uns ja auch verarscht.“ sagte Aki grinsend.

„Sie haben das aber auch voll abgekauft.“

„Na ja, du warst ja auch ne gute Schauspielerin.“

Bei Ashley & Lauri (die zwei sitzen nun am Strand):
Chapter 16

Lauri umarmte mich von hinten. Er summte ganz leise meinen Lieblingssong…als die gleiche Melodie wieder von vorn anfing sang ich mit…

„I go liquid when you come around and I know.”

Lauri hörte auf zu summen und schaute mich ganz erstaunt an. Was war denn nun los? Hab ich schief gesungen oder wie? Fragend schaute ich nun an…

„Was?“

„Du hast ne schöne Stimme.“

„Danke Lintu.“

Ich drehte mich um und setzte mich auf seinen Schoß.

„Minä rakastan sinua minun piru.“

”Ich dich auch my little bird.”

„Hey du hast verstanden was ich gesagt habe?“

„Ja ist aber auch das einzigste.“ Sagte ich und musste schmunzeln.

Es wurde langsam dunkel und wir machten uns auf den Heimweg.

Bei Aki & MK:

Sie hatten es sich auf der Couch gemütlich gemacht. Natürlich mit Popcorn, Chips und Cola. Eigentlich wollte Aki noch Bier holen, aber auf MK’s Bitte ließ er es dann bleiben. Schon bei den ersten paar Minuten des Films fing MK das Schluchzen an…

„Mensch Darling der Film hat grad erst angefangen und du heulst schon.“

„Na und, aber die Gewissheit das Jack sterben wird ist furchtbar, zum heulen furchtbar.

Aki verdrehte leicht die Augen und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Bei Ash & Lauri:

Er brachte mich noch bis zur Haustür…

„Kommst du nicht mit hoch?“ fragte ich ihn.

„Nee lass mal, wir sehen uns ja morgen.“

„Okay.“

Ich küsste ihn und ging dann rein. Als ich die Tür zur Wohnung aufschloss hörte ich schon ein mir bekanntes Lied.

„Ihr schaut doch nicht etwa Titanic an?“

„Doch Schwesterlein. Wieso?“ fragte mich Aki.

„Das is geil. Ich lieb diesen Film.“

Ich ging mich schnell umziehen und sprintete dann runter ins Wohnzimmer zu den zweien. Ich machte es mir im Sessel gemütlich und öffnete eine Cola Dose. Nach 30 Minuten war es dann soweit…

„Die Titanic wird untergehen.“ Ein berühmter Satz der mich und MK noch mehr zum Heulen brachte. Als ich dann zu Aki schaute kamen mir noch mehr Tränen. Aber diesmal vom Lachen. Denn nun heulte auch Aki mit. Zum brüllen. Er ließ sich aber nicht von meinen kleinen Lachen aus der Ruhe bringen und heulte weiter, was ich dann auch machte. Jetzt hab ich den lebenden Beweis dass auch Männer bei Titanic heulen. Nachdem der Film zu Ende war räumten wir unser Zeug weg. Ich war gerade in der Küche…

„Und alles wieder in Ordnung?“ fragte mich MK besorgt.

„Ja.“

„Aber? Es gibt doch ein „Aber“ oder?“

„Ach ich weiß auch nicht.“

„Na ja, lasst euch Zeit. Ihr müsst ja nichts überstürzen.“

MK hatte Recht. Aber wer ist denn gleich mit Lauri in die Kiste gesprungen (na ja gesprungen bin ich net ^^). Sie oder ich? Egal. Ich ging dann in mein Zimmer und hörte Musik. Dreimal dürft ihr raten welches Lied. Nein ich „My heart will go on“ sonst hätte ich wieder geheult und das auch noch Grund. Oder gibt es einen Grund? Ziemlich verwirrt schlief ich dann ein…

Bei Lauri:

Er lag in seinem Bett und starrte seine Zimmerdecke an. Er wusste nicht warum, aber irgendwie hatte er Angst eine Beziehung mit Ashley zu haben. Mit diesen Gedanken schlief auch er dann langsam ein.

Bei Ashley:

Noch etwas müde bewegte ich meinen Hintern in Richtung Bad. Es war halb zehn, normaler weise schlafe ich noch länger. Nachdem ich geduscht hatte ging ich runter in die Küche. Nanu noch keiner war wach. Oder besser gesagt keiner war mehr da. Ein Zettel lag auf dem Tisch:

Guten Morgen Schwesterherz

Ich und MK sind schon zum Proberaum gefahren. Wenn du willst kannst du ja nachkommen. Wenn nicht ist auch kein Problem. Ich würde mich jedoch freuen wenn du heute Abend zu unserem kleinen Konzert kommen würdest.

Aki

Konzert? Welches Konzert? Ach ja das Konzert in diesen Café. Okay Zeit hatte ich, aber Lust. Aber da ich Aki nicht enttäuschen wollte schrieb ich mir eine Memo in mein Handy. Ich frühstückte schnell etwas und ging dann in Richtung Strand. Es war ein bisschen frisch, aber dennoch angenehm. Ich weiß eigentlich nicht was ich da wollte. Gedanken verloren starrte ich aufs Meer. Ich dachte noch mal an gestern Abend als ich mit Lauri hier war. Nach langem Überlegen beschloss ich mit Lauri noch mal von ganz von vorn anzufangen. Obwohl wir das ja schon viel eher machen wollten. Aber schaden kann es bestimmt nicht. Ich dachte auch an Deutschland. Und an meine Betreuerin. Obwohl ich sie nicht sonderlich leiden konnte. Komisch nicht? Ich wollte eigentlich mal wieder nach Deutschland gehen. Aber wegen wem? Meine Eltern sind tot und Geschwister hatte ich auch keine. Und Verwandtschaft? Da kenne ich niemanden. Nicht mal Oma und Opa. Niemand. Aber vielleicht waren diese ja Grund genug. Aber finden musste ich sie erstmal. Nachdem mir Risiken eingefallen sind was so eine Suche bringen könnte steckte ich die Idee gleich in die unterste Schublade meines Gehirns.

Bei Lauri, Aki, Pauli, Eero & MK:

„F-F-Falling…down with the sun…a…scheiße…stopp Leute.“ Befahl Lauri.

Die anderen drei Jungs hörten auf zu spielen. Lauri nahm auf dem Sofa neben MK platz.

„Alles in Ordnung Lauri?“ fragte Eero.

„Es könnte nicht besser sein.“ Meinte er ironisch.

„Ist was mit Ashley?“ fragte Aki.

Lauri schaute Aki an.

„Okay es ist was mit Ashley.“ Meinte Pauli.

„Ach egal.“ Sagte Lauri schließlich. „Lasst uns weiter machen, bis heute Abend muss die Show sitzen.“

Gesagt getan. Die Jungs fingen wieder mit den Proben an. MK ging nach draußen und rief Ashley an…

Bei Ashley:

Noch immer saß ich auf der Bank als mein Handy klingelte…

„Ja?“

„Hey Ash hier ist MK.“

„Oh Hi.“
Chapter 17

„Kommst du noch zu den Proben?“

„Mal schauen. Wieso?“

„Ähm na ja ich glaub du und Lauri ihr müsst euch mal dringend unterhalten.“

„Was? Wie? Wo? Wann? Wieso? Weshalb? Warum?

„Langsam Ash…komm einfach okay?“

„Okay…bin schon unterwegs.“

„Also dann bis gleich, tschüss.“ Sagte MK und legte auf.

Was war denn nun schon wieder los? Warum dringend mit Lauri reden? Hab ich was falsch gemacht. Mit diesen an mir gestellten Fragen ging ich in Richtung Proberaum. Nach 15 Minuten war ich dann endlich da und klopfte. MK machte mir auf…

„Hey…komm rein.“

Ich ging mit ihr in den Raum, die Jungs spielten grad „Small Town.“ Nachdem das Lied zu Ende war schlug Pauli ne kleine Pause vor. Aki und er gingen zur Playstation und Eero nahm sein Buch und fing an zu lesen. Und Lauri? Der ging zum Kühlschrank. Ich stand auf und ging auf ihn zu…

„Hey.“ Sagte ich.

„Oh hey.“ Antwortete er und gab mir nen Kuss.

„Kann ich mal mit dir reden?“

Er nickte nur und wir gingen nach draußen, wo er sich dann auch eine Zigarette anzündete.

„Du auch?“

„Nee lass mal Lauri.“

„Und was ist los?“

„Das wollte ich dich gerade fragen.“

„Nichts ist los.“ Meinte er und nahm einen kräftigen Zug von seiner Zigarette.

„Aber mir hat ein Vögelein was anderes gezwitschert.“

„Ach und was wenn ich fragen darf?“

„Das wir dringend mal reden sollen.“

„War ja klar…MK.“ Sagte er leicht sauer und schmiss seine Zigarette weg.

Wow wie schnell doch Lintu denken konnte.

„Lauri ich glaub wir sollten von vorn anfangen.“

„Wollten wir das nicht schon mal?“

„Ja, aber jetzt meine ich es ernst.“

„Sehr ernst?“

„Ja.“

„Okay Ashley.“

„Okay.“

Nun schwiegen wir uns an, na ja nicht lange ^^

„Ähm meine Name ist Lauri. Und wie heißt du?“

Ich musste grinsen…

„Ich bin Ash.“

„Nett dich kennen zu lernen.“ Sagte er und gab mir die Hand.

„Ganz meinerseits.“

„Willst du vielleicht mit reinkommen und uns bei den Proben zu sehen?“

„Sehr gern.“

Er hielt mir die Tür auf und ich ging zum Sofa. Die Proben fingen wieder an. Ich merkte wie mich MK besorgt anschaute. Ich fand das dieser Blick unnötig war. Mir geht’s doch prima. Wann bitte schön lief es schon mal so gut in meinen Leben? Nach einer halben Stunde war alles vorbei. Es war mittlerweile schon 18.30 Uhr. Da das Konzert in einer Stunde war, gingen all noch mal heim um sich umzuziehen. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie war mir die Lust vergangen. Widerwillig zog ich mich dennoch an, ich wollte Aki ja nicht enttäuschen. So gegen 19 Uhr trafen wir uns dann alle vor dem Café. Die Jungs hatten sich echt rausgeputzt. Tanktop oder kurzes Hemd und inklusive Krawatte. Ist das sexy oder ist das sexy? ^^ Als wir rein gingen waren schon einige Fans da. Ich und MK pflanzten uns am linken Bühnenrand hin. Die Jungs warteten vor der Treppe, die zur Bühne führte, bis sie dann nach langem Warten endlich angekündigt wurden. Das Konzert ist so zu sagen eine Feuertaufe. Wenn die Songs vom Album „Into“ live gut ankommen, gehen sie auf große Tournee. Wie ihr ja wisst haben sie es ja auch in Deutschland versucht. Aber F-F-Falling floppte in Deutschland. Ich glaube das es vor allem an der Castingwelle lag. Aber na ja.



Chapter 18

Verschwitzt kommen die Jungs auf uns zu. Lauri wollte mich umarmen, aber darauf hatte ich jetzt echt keinen Bock.

„Lintu, erst duschen dann eine Umarmung.“ Befahl ich.

„Wird gemacht Chefin.“ Seufzte er und ging den anderen hinterher.

Ich und MK gingen zu einem Tisch und bestellten uns zwei „Sex on the beach“. Die Dinger schmecken so geil. Wenn wir nach was süchtig sind, dann nach das und nach Zigaretten versteht sich (was mich betrifft, MK raucht ja nicht.)

„Man wie lang brauchen die denn?“ fragte MK und wurde langsam ungeduldig.

„Warum hast du es denn so eilig?“ fragte ich zurück und nahm einen Schluck von meinem Cocktail.

„Na was stellst du dir denn vor?“

 

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