| Biography |
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| Geschrieben von: Thomas Böcker |
| Samstag, den 13. Oktober 2007 um 14:52 Uhr |
1979 ist ein guter Jahrgang in Finnland. Innerhalb von 217 Tagen erblicken Lauri, Pauli, Eero, Janne und (Aki) das Licht der Welt. Die langen (9 Monate, dunklen, kalten Winter) geben den Jungs die typische nordische Schwermütigkeit mit ins Blut, die später ihre Musik prägt. Die Geschichte der Band begann – wie die so vieler Rockgruppen – in der heimischen Garage. Damals waren sie 15 Jahre alt. Lauri, Eero und Pauli haben sich im Alter von 10 Jahren kennen gelernt. Damals gingen sie noch zur Schule und probten nur in ihrer Freizeit. Die Musikrichtung war damals eine durch und durch vollkommen andere. Lauri rappte zu den Songs und es war eher mehr Funk als Rock. Dann als sie 16 wurden war es Zeit durchzustarten. Die Band bestand damals aus dem Sänger Lauri Ylönen, dem Bassgitarristen Eero Heinonen, dem E-Gitarristen Pauli Rantasalmi und dem Schlagzeuger Janne Heiskanen. Im Dezember 1994 folgte der erste Auftritt der Jungs auf einer Weihnachtsfeier in der Schule vor etwa 30 Leuten. Mit Songs von Metallica, Nirvana und fünf eigenen Titeln treten sie auf. Sie nennen sich Sputnik, dann Antilla, schließlich Rasmus (noch ohne Artikel). Genau ein Jahr später, im Dezember 1995 brachten sie unter dem unabhängigen Label Teija G Records ihre erste Single "1rst" auf den Markt. Es folgten "2nd" und "3rd". Im Februar 1996 unterzeichneten sie einen Plattenvertrag bei Warner Music Finland und brachten im Mai ihr erstes Album "Peep" auf den Markt. Mit dem fetzigen Sound und dem Gesang von Lauri brauchte es nicht lange bis die Platte den Goldstatus (15 000 verkaufte Exemplare) erreichte. „Man könnte behaupten, wir wären zu zuversichtlich gewesen“, sagt Pauli. „Wir waren immer über-optimistisch, es gab für uns keine andere Option. Wir dachten gar nicht daran, was könnte passieren, wenn wir scheitern, es war mehr, wir müssen das tun, wir dachten nicht mal an was anderes.“ Das Timing war perfekt, für eine Rockband wie "The Rasmus". Die Fans liebten sie und die positiven Kritiken überrannten sie regelrecht. Lauri erinnert sich: "Wir waren wie Kinder die man wie auf einem Spielplatz spielen lies." Und sie "spielten"! Die Single "Blue" wird im Mai 1997 veröffentlicht und mit Gold ausgezeichnet. Kurz nach einer Tour die das Limit von 100 Gigs (!) im Jahr überschritt, krochen sie zurück ins Studio, um ihren zweiten Longplayer "Playboys" aufzunehmen. Es erschien im August des Jahres. Wie sollte es auch anders sein, verkaufte sich dieses Album schnell (es erhält ebenfalls Gold) und "Rasmus" erhielten daraufhin ihren ersten finnischen Grammy (auch Emma genannt) in der Kategorie "Best New Act". Ebenfalls im August spielten die Jungs bei einer Veranstaltung im Helsinki Olympic Stadium vor 40.000 Menschen, die landesweit im Fernseher ausgestrahlt wird. Das Tempo des Erfolgs stieg rasch und "Rasmus" erhielten die Gelegenheit Bands wie "Garbage", "Rancid", "DogEatDog" und "Red Hot Chilli Peppers" bei ihren Auftritten (auf Festivals und in Clubs) in Finnland zu supporten. In rasendem Tempo ging es weiter. Sie releasten im Jahr 1999 ihr drittes Album "Hell Of A Tester", mit dem die Band den mediale Durchbruch schaffte: Die Singleauskopplung "Liquid", die im September 1998 erschien, wurde von den Kritikern, sowohl als auch von den Fans als "The Year's Best Single" ausgewählt. Das Video stieg bei MTV Nordic bis in die Top 40 vor und gewann einen Award beim Finnischen Music Video Festival und einen Emma. Als Supportact von "Garbage" spielen "Rasmus" im Februar vor 4 000 Menschen in der Ice Hall. Zwei Monate später folgt eine Tour mit 6 Shows in Ice Halls (Eishallen) als Headliner. Im ganzen Jahr spielen die Finnen über 80 Shows in Finnland. im Oktober supporten sie die "Red Hot Chili Peppers" bei 2 Shows im Helsinki Eishockeystadium – Kapazität: 12.000 pro Nacht. Nach dem Stress den die Tour und die zahlreichen Fernsehauftritte mit sich brachten gönnten sich "Rasmus" eine Pause. Drummer Janne wanderte nach Thailand aus und Aki Hakala bereicherte die Band mit seinem Talent. Aki verkaufte zuvor Fanartikel für die Band und wurde von Pauli gefragt ob er nicht Lust hätte in die Band einzusteigen. Wie er heute betont ist Drums spielen das einzige was er wirklich gut kann. Mit neuer Besetzung und neuem Album ging es 2001 weiter. Nachdem sie zu im Mai 2000 zu Playground Music Scandinavia wechselten (Sitz in Stockholm) wurde vor "Rasmus" noch ein "The" gesetzt (um Verwechslung mit dem schwedischen "DJ Rasmus" zu vermeiden). Sie kamen mit dem Smash-Hit "F-F-F-Falling" zurück. "Wir waren so nervös, was diesen Song anging. Er konnte nur Hit oder Flop werden." Mit dem Hit konnten sie allerdings in Deutschland und Umgebung nicht punkten. In Finnland dagegen starteten sie voll durch. Die Single schoss auf Platz 1 (bleibt dort 3 Wochen), holte Doppel-Platin und wurde der größte Hit des Jahres. Das Album "Into" folgte im März (2 Monate später wird es auch in Dänemark und im August in Schweden veröffentlicht) und knallte wie eine Bombe in den Charts ein (Nummer 1), und erreichte im Mai Goldstatus. Im April machten die Jungs eine exklusive Promotion-Tour durch Schweden, Dänemark, Norwegen mit anschließenden TV-Auftritten. The Rasmus waren so erfolgreich, dass sie im Sommer auf jedem Festival spielten. Im Juni wird "Chill" in Skandinavien veröffentlicht und steigt auf Platz 2 der Charts ein. "Into" wird im September auch in Deutschland veröffentlicht. Es floppte aber mit nur 13 000 verkauften Platten und schnell wurden die "Newcomer" wieder vergessen. Nach einer Reihe von Konzerten im Ausland (Deutschland, Italien und Lettland), wo sie als Support von "HIM", "Roxette" und "Dover" spielten, erhielten sie in Finnland 4 weitere Emmas für: "Beste Band", "Beste Single", "Bestes Album" und "Beste Rock/Pop-Band". Energiegeladen, wild und mächtig sind drei Worte, die The Rasmus am besten beschreiben. - Lauri, ein Sänger mit einer Stimme voll Feuer und erhabener Schönheit, ist heute auch einer der meistgeschätzten Komponisten Finnlands. "Meine Texte sind immer persönlich, jedes Wort hat eine Bedeutung, die mich an Geschehenes erinnert", sagt er. - Pauli ist ein exzellenter Gitarrist und angesehener Produzent (2001 gewann er eine Emma als Produzent des Jahres). Er half Bands wie "Killer" und "Kwan", Nummer-eins-Hits zu schaffen! "Der beste Rat, den ich je bekommen habe, lautet: Wenn du Wissen hast, teile es", antwortet er auf die Frage, warum er Produzent wurde. Davor verkaufte er The-Rasmus-Artikel auf deren Shows. "Pauli bat mich einzusteigen, nachdem wir zusammen gejammt hatten. Was großartig ist, weil ich in allem anderen als Schlagzeugspielen unerträglich bin", lacht Aki gehässig. - Eero, der eindeutig ruhigste Mann der Band, spielt den Bass. Er findet in Meditation und Musik zur Stärke. "Sahaja-Yoga gibt mir eine Seelenruhe", erklärt der seelenvolle Bassist. 2003 waren sie bereit für einen weiteren Versuch. Die erste Single aus dem Album, "In The Shadows", erschien am 10. Januar 2003 in Finnland und wenige Wochen später in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Baltischen Staaten. Und diesmal wurden sie nicht vergessen das "oouoouoou..." gröhlte aus allen Radios. Das Video zu "In The Shadows" wurde auf allen Musiksendern rauf und runter gespielt. Plötzlich interessierte man sich für die 4 Finnen. Schlagartig hatten sie den internationalen Durchbruch geschafft! Die Single (210.000 verkaufte Exemplare) erreichte den Platinstatus. Sie erschien am 30. Juni 2003 in Deutschland. Mit "In The Shadows" kam auch in England der Stein ins Rollen, der Song stieg im April 2004 auf Platz 3 in die Singlecharts ein und verweilte 7 Wochen lang in der Top 10, verkaufte dabei mehr als 180.000 Einheiten. Das Video erreichte sogar den 1. Platz der UK TV Airplay Charts. Das Album platzierte sich ebenfalls in den Hitlisten, mit über 300.000 verkauften Einheiten erlang es Platinstatus und war in den Top 50 der meistverkauften Alben des Jahres. Ausverkaufte Englandtourneen und zwei Kerrang Awards („Best International Newcomer“ und „Best Single“) untermauerten den Erfolg auf der Insel. In Neuseeland erlangt sie die Spitzenposition und in den USA die Top 50 der Billboard Charts. iTunes Music Store veröffentlicht den Song als Gratis-Download. Das Album "Dead Letters" (erschien am 28.2.03 in Finnland, 17.3.03 in Dänemark, 21.3.03 in Schweden, 24.3.03 in Norwegen) sogar den Doppelplatinstatus (über 200.000 verkaufte Alben)! Insgesamt erreichte das Album 8 Gold- plus 5 Platinauszeichnungen und weltweit über 1,5 Million verkaufter Tonträger! Gekrönt wurde das bis dato erfolgreichste Jahr der Bandgeschichte mit dem ECHO für den besten internationalen Newcomer. "Jedes Lied ist ein Brief an jemanden. Sei es eine Entschuldigung, ein Bekenntnis oder ein Schrei nach Hilfe", erklärt Sänger Lauri die Texte des Albums mit dem Titel "Dead Letters" Unzustellbare Briefe. The Rasmus kehrten für die Aufnahmen nach Schweden zurück, weil sie wieder in den Nord Studios mit Mikael Nord Anderson und Martin Hansen arbeiten wollten, die auch für das enorm erfolgreiche Album "Into" mitverantwortlich waren. "Martin und Micke zwangen mich, mehr zu rauchen, weil meine Stimme nicht rau genug klang", sagt Lauri mit einem Zwinkern. Dass die Band zudem endlos viele Horrorfilme sah, färbte auf die Entstehung des Albums ab. "Wir sahen so viele davon, dass jeder von uns Alpträume hatte." The Rasmus spielen Rock, aber jedes Lied hat eine starke Melodie mit einem Refrain wie ein Klettverschluss. "Dead Letters" berührt mit seinen rohen und warmen Klängen. Eero fasst zusammen: "Das Album ist dunkler, launischer und verträumter als alles, was wir zuvor gemacht haben." Aufgrund großer Nachfrage wird das Album "Dead Letters" in Deutschland vor dem eigentlichen Releasetermin am 1. September 2003, am 14. Juli 2003, veröffentlicht. Dieses Jahr hat es die finnische Band genau richtig gemacht. Man kann ihnen nicht einmal vorwerfen eine Eintagsfliege zu sein. Mit ihrem fünften Album „Dead Letters“ und der Erfolgssingle „In The Shadows“ gelang der Band der Durchbruch. The Rasmus haben sich den Erfolg über die Jahre hart erarbeitet und ernten jetzt den Lohn ihres Schaffens… ihr kommerzieller Erfolg in Europa wird dafür sorgen, dass sie auch 2005 einer der Major Player sein werden.“ Kerrang Yearbook, December 2004 Nach dem die vier im August bei "Rock am Ring" noch fast unbemerkt auf einer Nebenbühne gespielt haben, rocken sie im Oktober und November in ausverkauften Hallen. Die Single "Funeral Song" erschienen am 22.3 steigt in die Top 40. Das herzzerreißende Video drehten The Rasmus in Stockholm. "In My Life" erschien am 25. April in Finnland. Vier Monate später folgte die Veröffentlichung in Schweden, Dänemark und Norwegen. Beim Reading Festival 2004 werden "The Rasmus" mit Plastikflaschen beworfen und verlassen die Bühne. The Rasmus spielen im Juni bei "Rock am Ring" und "Rock im Park". Am 13.9 erschien die Single "Guilty" und steigt in die Top 20 ein. Das düstere Video drehten sie in Los Angeles. Der von Lauri gemeinsam mit HIM-Frontmann Ville Valo eingesungene Apocalyptica-Titel "Bittersweet" wird aber wieder ein Hit. Das Lied steigt im November auf Platz 6 der deutschen Charts. Mit "Killer" wurde das Lied "All I Want" und mit Kwan und Siiri Nordin von Killer "Chillin At The Grotto" aufgenommen. Lauri Ylönen und Pauli Rantasalmi managen noch die Bands "Kwan" und "Killer", jedoch haben sich "Killer" nach 2 veröffentlichten Alben aus privaten Gründen aufgelöst. Alle sind gute Freunde und haben als Markenzeichen ein gemeinsames Tattoo (Dynasty). Im Oktober kommen die Jungs für 4 Konzerte nach Deutschland. Genau zu Nikolaus kommt das Album "Hellofacollection" sozusagen ein best of mit ihren alten Liedern. Die Single "In My Life" und die erste DVD "Live Letters" von The Rasmus folgen. Die Jungs steckten viel Zeit in das neue Album "Hide From The Sun" welches am 12. September 2005 erschien. Das 6. und neueste Album beinhaltet wie der Vorgänger "Dead Letters" viele, im Stil sehr unterschiedliche Songs. Die meisten Songs sind deutlich schneller und härter als alle anderen Songs die "The Rasmus" je geschrieben und aufgenommen haben. Insgesamt ein sehr gelungener Mix aus verschiedenen Rock und Gothiceinflüssen, wunderbaren Riffs und schallenden Gitarren. Zudem man für den Song "Dead Promises" auch noch die Unterstützung der Celli von "Apocalyptica" bekommen hat, um über das ganze Album hinweg abzurocken. Unter den vielen schnellen Songs finden sich aber auch wieder langsamere Balladen, wie zum Beispiel die zweite Singleauskopplung "Sail Away" , "Keep Your Heart Broken" oder "Don't Let Go" . Die alten Strukturen wurden durch mutige Arrangements ersetzt, Streicher und Piano ergänzen den zum Markenzeichen gewordenen leidenschaftlichen, dunklen Rocksound, der von den emotionalen Vocals von Lauri abgerundet wird. Die Band schrieb das Album mit gewohnter Leichtigkeit und trotzte dem offensichtlichen Druck, der durch Hits wie "In The Shadows", "Guilty’ und "First Day Of My Life" entstanden war. Diese Songs waren es, die die Band in die vorderste Reihe der Charts katapultierten und der Band zu einer großen und loyalen Fanbase auf der ganzen Welt verhalfen. „Dieses Mal gibt es mehr Gegensätze in der Musik“, erklärt Lauri. „Es sind wundervolle Melodien, die kantigen Texten gegenüberstehen oder sanfte Worte gepaart mit intensiven und harten Gitarren. Wir sind sehr stolz auf die Arrangements der neuen Platte.“ “Vom Sound sind wir dieses Mal mehr denn je überzeugt, es ist genauso geworden, wie wir wollten”, sagt Gitarrist Pauli. Frontmann Lauri stimmt dem zu: „Als es darum ging, die Songs zu schreiben, fühlte sich alles sehr entspannt an – das kommt nicht nur vom vergangenen Jahr, es hat sich seit unserer Gründung entwickelt – wir sind mittlerweile seit elf Jahren eine Band, wir haben schon eine längere Vergangenheit. Wir kennen uns untereinander so gut, wir brauchen keine Worte, die Chemie stimmt einfach, man weiß ziemlich genau, was die anderen spielen und wenn man eine Idee hat, kann man sich schnell vorstellen, was daraus werden wird. Die Möglichkeit, um den ganzen Globus zu touren, hat eine ganze Menge Energie freigesetzt und wir wurden von zahlreichen Eindrücken und Impressionen erschlagen – speziell von den letzten Shows in Japan. Direkt danach sind wir ins Studio gegangen.“ ‘Hide From the Sun’ wurde in den Nord/Hansen Studios in Stockholm aufgenommen, zusammen mit den Produzenten Martin Hansen und Mikael Nord Andersson, das Duo, das auch für die vergangenen beiden Longplayer ‚Into’ und ‚Dead Letters’ verantwortlich war. „Wir haben eine so große Weiterentwicklung mit ihnen durchgemacht, warum sollten wir nach den großen Erfolgen das Team wechseln?“, merkt Lauri an. „Die Kommunikation zwischen uns hat eine neue Ebene erreicht – das macht es uns einfacher. Es war zudem angenehm, die Platte in Schweden anstatt in Finnland aufzunehmen, wir wären sonst jeden Abend nach Hause gegangen und voneinander getrennt gewesen. Wir haben den Fokus viel mehr auf die Band gerichtet und daraus sind eine Menge guter Ideen entstanden. Wir waren mit der Situation konfrontiert, alles in einer Gruppe zu tun; wir lebten gemeinsam in einem Apartment in Stockholm und es war großartig, dass wir losziehen und etwas als Gruppe unternehmen konnten – das stärkte das Bandgefühl.“ Ein Gefühl, das auf ‘Hide From The Sun’ deutlich zu spüren ist. Das bis dato überzeugendste Werk der Finnen zeigt die Band, wie sie ihre musikalischen Grenzen durchbrechen, mit Gegensätzen experimentieren, um bemerkenswerte Soundlandschaften zu produzieren, textlich düster ausgerichtet, vom Verstecken und Fliehen, stark beeinflusst von den hektischen vergangenen zwölf Monaten. Wie Lauri erklärt: „Das vergangene Jahr war so verrückt und irgendwie hat es mich bestimmte Dinge stärker bewusst werden lassen. Bislang gibt es ein paar Schlüsselwörter für das Album – Fliehen und Verstecken. Es klingt ein bisschen negativ, aber es geht mehr darum, die eigenen Gefühle und Emotionen zu suchen. Viel ist in meinem Leben passiert, nachdem „In The Shadows“ veröffentlicht wurde, viel Positives. Ich sah aber auch eine Menge Unerfreuliches. Es war wie eine Achterbahnfahrt.“ Eine der beeindruckendsten Erfahrungen machte die Band in Mexiko, als sie einen Stopp bei den Pyramiden von Teotihuacán einlegte, nahe bei Mexiko City und in dem Stamm des indianischen Fremdenführers eingeführt wurde. „Diese Menschen sind so bodenständig“, erinnert sich der Sänger. „Ich fühle mich der Natur schon immer sehr verbunden, das alles bedeutet den Menschen hier soviel mehr als mir oder den so genannten durchschnittlichen Menschen in Europa und diese Leute zu treffen und so tief in ihre Kultur einzutauchen, machte mich nachdenklich.“ Spirituell mit neuen Kräften gestärkt, sprudelten die Songs aus Ihnen heraus, wie z.B. ‚No Fear’ einer einprägsamen Power-Rock-Nummer, die auch die erste Single aus dem neuen Album sein wird. Sicherlich eine offensichtliche Wahl für die erste Auskopplung und ähnlich wie ‚In The Shadows’ auf ‚Dead Letters’, einer der letzten Songs, den die Band geschrieben und aufgenommen hat. ‘Immortal’ und ‘Shot’, beschäftigen sich mit dem Zustand, diejenigen die einem nahe stehen, schützen zu wollen und dabei weiter zu gehen, als es nötig ist. Andere Songs, wie ‘Night After Night (Out Of The Shadows)’, der inhaltlichen Fortsetzung von ‘In The Shadows’ oder ‘Dead Promises’, der mit einem Streicherarrangement der finnischen Metaller mit Cellos, Apocalyptica, unterlegt ist, markieren weitere Highlights. Seit der Zusammenarbeit bei dem Song ‘Bittersweet’ (einer Single mit einem Duett von Lauri und HIM Frontmann Ville Valo) stehen The Rasmus in engem Kontakt zu ihren Landsmännern von Apocalyptica. Lauri steuerte zudem Vocals zu „Life Burns“ vom selbstbetitelten Album der Band bei. „Es war nur fair, dass sie vorbeikamen und auf unserem Album spielten“, lacht Lauri. „Ich hatte das Riff für ‚Dead Promises’ schon seit einer Ewigkeit im Kopf und dachte an Cellos für das Stück. Es war der perfekte Kontrast. Als es dann an die Arrangements ging, hatten wir mehr Ideen als unsere Produzenten. Ich hatte einige Passagen, die ich am Klavier entwickelt habe, Fragmente, die ich auf der Tour geschrieben hatte, als ich Zeit totschlagen musste. Diese wurden schließlich die Gerüste der Songs, deshalb ist es auch so wichtig, alles aufzunehmen und sich einzuprägen. Die Dinge, die beim Herumbasteln entstehen, könnten schließlich auch auf dem Album landen!“ Als die dritte Singleauskopplung aus "Hide From The Sun" wurden 2006 noch "Shot" veröffentlicht. Wegen heftigen Sandstürmen auf Fuerteventura sind die Dreharbeiten gescheitert. Und wegen der gemeinsamen Tour im Februar 2006 von The Rasmus zusammen mit ihren befreundeten finnischen Bands "Negative" und "HIM" durch Deutschland, Österreich und die Schweiz wurden die Dreharbeiten unterbrochen und nach der Tour und einer kleinen Pause fortgesetzt. “Ich fühlte ‘Yes! Endlich! Es war an der Zeit, das was passiert’“. Lauri, der auch mal den Spitznamen Lintu (Finnisch für Vogel) innehatte, sagt: „Irgendwie wusste ich, dass es passieren wird, Ich hatte so ein Gefühl, aber es gibt immer noch viele Dinge, die wir lernen müssen. Ich denke, wenn wir diesen Erfolg schon vor fünf Jahren gehabt hätten, wären wir vielleicht schon tot – es ist so verrückt, ständige Versuchungen und Dinge, die Dich durcheinander bringen. Es ist gut in der Band erwachsen zu werden und zu sehen wie Dinge langsam mit uns wachsen, das ist sehr wichtig.“ Playground Music/Universal Music, Juni 2005 Von Mitte März bis Mitte April 2006 tourten The Rasmus durch Mittel- und Südamerika, Mexiko und Südafrika. Nach einer Pause, unter anderem aus privaten Gründen (Schlagzeuger Aki wurde im Juli 2007 Vater, Sänger Lauri wurde im April 2008 Vater), arbeiteten The Rasmus an einem neuen Album. "Blak Roses" erschien am 26.9.2008. Das Album wird teils in Helsinki, teils in Nashville/USA aufgenommen. Produzenten sind Desmond Child (der z.B. Alice Cooper und Ricky Martin produziert hat) und Harry Sommerdahl, gemixt werden die Songs von Michael Wegener, der schon mit Metallica und Ozzy Osbourne gearbeitet hat. Die erste Single, "Living In A World Without You" wurde am 12.09.2008 veröffentlicht und stieg auf Platz 14 der deutschen Single-Charts ein. Eine ausgiebige Tour ist für 2009 geplant. |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 30. Mai 2009 um 12:32 Uhr |















1979 ist ein guter Jahrgang in Finnland. Innerhalb von 217 Tagen erblicken Lauri, Pauli, Eero, Janne und (Aki) das Licht der Welt. Die langen (9 Monate, dunklen, kalten Winter) geben den Jungs die typische nordische Schwermütigkeit mit ins Blut, die später ihre Musik prägt. 